Barmen: Zwei ziemlich große Aufpasser am Barmener Baggersee

Barmen: Zwei ziemlich große Aufpasser am Barmener Baggersee

Der Badestrand am Barmener Baggersee ist eine Rarität. Der Badespaß ist kostenlos. Und es gibt einen Abschnitt, der seit einigen Jahren als Hundestrand ausgewiesen ist. Ein offizielles Freibad ist der Strand nicht, also gibt es auch keinen Bademeister, der nach dem Rechten sieht.

Damit am Barmener Baggersee trotzdem alles in guten Bahnen verläuft, setzt die Stadt Jülich zwei Ordnungskräfte ein. Uwe Martin und Klaus Jülicher heißen die. Die Männer sind nur schwer zu übersehen.

Die großen, breitschultrigen Ordnungskräfte können sich als Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausweisen. Über die Jobcom haben sie den Weg zur Stadtverwaltung gefunden. Jetzt passen sie einen Badesommer lang auf. „Unser Ziel ist es, den Strand hier so lange wie möglich als Badegelegenheit zu erhalten“, sagt Hans Pinell, der Leiter des Jülicher Ordnungsamtes.

Damit das möglich ist, sind hin und wieder Kontrollen notwendig, damit andere Badegäste und Natur nicht gestört werden. Martin und Jülicher passen auf, dass Wanderer auf den Wegen bleiben, dass Hunde nur am Hundestrand abgeleint werden und dass Badegäste und Wanderer keinen Abfall hinterlassen. Weitere Regeln: Baden ist nur am Strand erlaubt, Grillen, Lagerfeuer, Tiere füttern, Reiten und ungehörige Handlungen wie das unbekleidete Betreten der Wanderwege sind ebenfalls untersagt.

Bei Verstößen sprechen Martin und Jülicher die Badegäste und Wanderer an. „Unsere Kräfte sollen die Leute auffordern, sich an die Reglen zu halten. Wenn das nichts bringt, dann schalten sie die Polizei ein“, sagte Pinell. Ein dauerhaftes Platzverbot könnte dann die Konsequenz sein. Zu welchen Zeiten die Männer am See sind, teilt die Stadt nicht mit. Nur so viel: Mit den Aufpassern sei jederzeit zu rechnen.

Keine Hundeproblematik

Dass es am See eine Hundeproblematik gibt, hat Pinell nicht bestätigt. „Dass es Hundehalter gibt, die ihre Tiere nicht unter Kontrolle haben, das kommt überall schon mal vor“, sagte er. Der Barmener Ortsvorsteher Ralf Heinen bestätigte das. „Ich bin sehr oft hier am Strand. Und der Hundestrand ist oft sehr gut besucht. Ich habe nichts davon mitbekommen, dass es hier deswegen vermehrt zu Problemen gekommen ist.“

Mehr von Aachener Zeitung