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Jülich/Titz: Zwei neue Schiedsleute für die Gemeinde Titz

Jülich/Titz : Zwei neue Schiedsleute für die Gemeinde Titz

Der „Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen“ (BDS) ist als Deutschlands älteste Institution in der vorgerichtlichen Streitschlichtung eine große Erleichterung für vielfach überlastete Gerichte.

Im gemeindlichen Schiedswesen werden Konfliktsituationen von ehrenamtlichen Schiedspersonen zur Klärung übernommen, bei denen die Staatsanwaltschaft kein öffentliches Interesse für eine Strafverfolgung erkennen kann. Nachdem in der Gemeinde Titz die beiden Stellen durch den Rückzug der bisherigen Schiedsfrauen vakant geworden waren, wurden mit Daniela Oktar und Dr. Walter Liedgens zwei neue Schiedspersonen gefunden.

Die offizielle Amtseinführung und Vereidigung durch den Direktor des Amtsgerichts Jülich, Norbert Hillmann, erfolgte nun im Rahmen eines informativen Gedankenaustauschs im Beisein von Bürgermeister Jürgen Frantzen, des Vorsitzenden des BDS-Bezirks Aachen, Hermann Josef Schmitz, und des Vertreters des Titzer Ordnungsamts Guido Pungg, in dessen Tätigkeitsbereich die Titzer Schlichtungsangelegenheiten zuerst erfasst werden.

Die neue Schiedsfrau Daniela Oktar ist selbständig in der Touristikbranche tätig und hat als vierfache Mutter sicher hinreichend Erfahrung im Schlichten von Streitigkeiten. Ihr Engagement beruht auf einem starken Interesse an der sozialen Entwicklung innerhalb ihrer Heimat, in der sie sich wohlfühlt. „Hier möchte ich gerne meine Kompetenzen einbringen und Brandherde löschen helfen, bevor sie auflodern“, antwortet sie auf die Frage nach ihrer Motivation.

Als stellvertretender Schiedsmann wird sich Dr. Walter Liedgens zukünftiger Zivilstreitigkeiten annehmen. Auf Grund seiner ehemaligen Berufstätigkeit als Lehrerausbilder mit Schwerpunkt Mediationsverfahren ist der Ruheständler für das Amt des Schiedsmanns prädestiniert.

Die Aufgaben definiert der Vater von zwei erwachsenen Kindern folgendermaßen: „Nicht entscheiden, sondern eine gütliche Einigung erzielen.“ Im Rahmen der Vereidigungszeremonie bescheinigte er der Titzer Verwaltung, dass sie sich vorbildlich um ihre Schiedsleute kümmere. So steht beispielsweise im Rathaus ein Raum zur Verfügung, den die Schiedspersonen, die bekräftigten überwiegend im Team arbeiten zu wollen, „auf Zuruf nutzen“ können.

Dank an die Vorgänger

Bürgermeister Frantzen dankte den beiden neuen Schiedsleuten für die Übernahme der verantwortungsvollen Tätigkeit und schloss ein besonderes Dankeschön an die ausgeschiedenen Schiedsfrauen Marion Fantner und Annegret Greven an. „Beide haben das Amt jahrelang ausgeübt, wir werden uns in angemessener Form für dieses Engagement bedanken“, versprach der Verwaltungschef.

(jago)