Jülich: Zwei Mannschaften kicken um die goldene Ananas

Jülich : Zwei Mannschaften kicken um die goldene Ananas

Warum schafft man es bei einer 3:0-Führung nach einer guten Stunde Spielzeit nicht, Ruhe und Gelassenheit in eine Fußballpartie zu bringen? „Weil wir einfach nicht mehr die Souveränität besessen haben, die Konter, die zum 4:0 hätten führen müssen, vernünftig abzuschließen“, antwortete Jülichs Trainer Michael Hermanns auf die entsprechende Frage nach dem 4:2-Heimsieg gegen die SG Vossenack-Hürtgen.

Ein Erfolg, der vollkommen in Ordnung ging, obwohl, so räumte der „Zehner“-Verantwortliche ein, die Zuschauer eine Spiel von zwei schlechten Mannschaften erlebt hatten, wobei der SCJ die etwas bessere war.

Die Gründe dafür waren nachvollziehbar. Für beide Seiten ging es um nichts mehr. Man spielte für die Statistik, die die Jülicher am Ende wohl auf Tabellenplatz 6 führen wird. „Der geht vollkommen in Ordnung, wir haben mit der jetzigen Mannschaft, die wirklich personell so eng besetzt ist wie noch nie, mehr Punkte in der Rückrunde geholt als in der gesamten ersten Serie“, lobt Hermanns seine Elf, in der jetzt mangels Spieler nochmals Andreas Ryzynski, mit 54 Jahren der älteste Akteur auf dem Platz, aufgeboten werden musste. „Ja, es war wirklich unser allerletztes Aufgebot“, merkte Hermanns an, der kurz vor dem Schlusspfiff auch seinen dritten Torhüter, Dirk Räder, verletzungsbedingt auswechseln musste.

Für Räder ist die Saison nach dem erlittenen Sehnenabriss vorbei, die letzten beiden Spiele — am kommenden Wochenende in Merzenich, dann am letzten Spieltag zu Hause gegen Wenau II — müssen sich die „Zehner“ wiederum um einen anderen Keeper bemühen.

(hfs.)