Jülich: „Zehner “ unterstützen Afrika-Sozialprojekt des MGJ

Jülich: „Zehner “ unterstützen Afrika-Sozialprojekt des MGJ

„Wir waren uns im Vorstand schnell einig, dass wir die Spende ‚zu Hause‘ lassen möchten“, sagte Michael Lingnau, Vorsitzender des SC Jülich 1910/97, bei der Scheckübergabe an Bettina Groos, die seit 2006 ein Afrika-Sozialprojekt am Mädchengymnasium Jülich (MGJ) organisiert.

Eingesammelt worden waren die Spendengelder im Verlauf des Fußball-Jugendcamps 2017. Völlig zu Recht bezeichnete Lingnau die von den „Machern“ Peter Kosprd und Hans Scheiba ins Leben gerufene Aktion als das „Juwel des SC Jülich“. Fast eine Woche lang freuen Kinder und Jugendliche von vier bis 16 Jahren sich im Camp über Fußballsport, genießen tolle Erlebnisse und Ferienspaß.

Entscheidend für die Vergabe an das MGJ-Projekt waren neben dem „außerordentlichen Engagement“, das dort an den Tag gelegt wird und der Tatsache, dass keine Gelder für Verwaltungskosten ver- (sch-) wendet werden, auch persönliche Erfahrungen von Peter Kosprd. Anfang des Jahres hatte der bei seinem Ägypten-Urlaub Abstecher nach Äthiopien, Eritrea und in den Sudan unternommen und war zutiefst betroffen von dem Elend, das er dort sehen musste.

So möchte der SCJ Vorstand mit der Spende „Sensibilität für das erwecken, was über unseren Tellerrand hinaus geht“. Alle zwei Jahre fährt Bettina Groos mit einer Schülerinnengruppe nach Afrika, um vor Ort gezielt Projekte in die Wege zu leiten. Ziel der letzten Exkursion war Uganda, wo man 20 armen Haushalten „Solar-Kits“ schenkte und wo die Mädchen bei der Herstellung von „Säcken“ tatkräftig anpackten, die durch einen raffinierten Aufbau den Gemüseanbau auf kleinstem Raum ermöglichen.

„Ich bin mächtig stolz auf die Mädels, was die leisten“, sagte Bettina Groos und betonte, dass die Erfahrungen vor Ort die Schülerinnen jedes Mal nachhaltig beeindrucken.

„Das Sparschwein wird ab sofort bei jedem Heimspiel aufgestellt“, versprachen Lingnau, Knosprd und Scheiba unisono und sagten damit stellvertretendem Schulleiter Hansbert Schruff und Bettina Groos weitere finanzielle und ideelle Unterstützung zu.

(jago)
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