Lich-Steinstraß: „Zehner“ nutzen bei der Sportwoche ihre Chancen

Lich-Steinstraß: „Zehner“ nutzen bei der Sportwoche ihre Chancen

Als Aufsteiger werden die Jülicher „Zehner“ in der Kreisliga A Düren als Geheimfavorit auf den Titelgewinn gehandelt. Diesem Nimbus wurden sie nun auf der Sportwoche der Germania in Lich-Steinstraß gerecht.

Mit einem verdienten 2:0-Sieg sicherte man sich im Endspiel gegen den Ligakonkurrenten FC Rurdorf den Cup und die damit verbundenen 600 Euro Siegprämie in einem Finale, das seinem Namen alle Ehre machte.

„Wir haben tollen Fußball erlebt, wir haben einen verdienten Goldmedaillengewinner, wir bedanken uns bei allen Aktiven, Schiedsrichtern, Zuschauern, Freunden und Gönnern für eine gute Turnierwoche“, meinte Germania-Sprecher Rainer Winters, als Ingo Massmann als Schirmherr mit Vorstandsmitglied Hildegard Königs die Siegerehrung vornahm und Jülichs Kapitän Giovanni Ascione den Siegerscheck überreichte.

Über 250 Zuschauer waren dabei, als Schiedsrichter Nico Jülich das Finale zum 23. Sommerturnier anpfiff, das schon in der 4. Minute das 1:0 erlebte. Nach einem Freistoß köpfte Ali Gase den Ball auf den gut postierten Abdallah Farahat, der keine Mühe hatte, das Leder über die Rurdorfer Torlinie zu drücken. Die Riesenchance zum Ausgleich vergeigte Gerit Kruschwitz in der 18. Minute, ebenso Simon Braun in der 35. Minute, der den Ball knapp am Gehäuse von Jülichs Keeper Dirk Räder vorbei setzte. Zuvor musste Gase auf 2:0 erhöhen, doch auch er zirkelte den Ball vorbei.

Glück hatten die Jülicher allerdings in der 40. Minute. Yannic Schönen war im Strafraum zu Fall gebracht worden, der eigentlich fällige Elfmeter blieb allerdings aus. Nach der Pause (61.) stand Kruschwitz wiederum im Blickpunkt. Aber Dirk Räder „tauchte“ in die richtige Ecke, verhinderte den erneuten Ausgleich. Die „Zehner“ verlegten sich immer wieder auf Konter, die meist über Gase und Farahat liefen. Traf Gase in der 66. Spielminute noch den Querbalken, hieß es in der 85. Minute 2:0 nach einem Direktschuss von Denniz Büber. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Abpfiff, denn die letzte Chance, doch noch zum Ehrentreffer zu kommen, hatte der Rurdorfer Chris Hogl, der in der 90. Minute knapp am Ball vorbei grätschte.

Tordrang vermisst

Natürlich war Jülichs Spielertrainer Michael Hermanns mit dem Ergebnis zufrieden, sein Gegenüber, Werner Schönen, haderte mit den vergebenen Tormöglichkeiten. „Mit unserem Spiel bin ich zufrieden, nicht aber mit dem Torabschluss, das war mir alles zu zauderhaft“, meinte er, der insgesamt den „Drang zum gegnerischen Tor“ vermisste.

Mögliche Torabschlüsse hatten die U23-Spieler von Alemannia Aachen ebenfalls noch einige zu denen zum erzielten 3:3, das sie in einem Einlagespiel gegen Germania Lich-Steinstraß verbuchten. Hatte Ceylan die Platzelf in Führung gebracht, glich Aachen aus. Dem 2:1 durch Kos erfolgte der erneute Ausgleich durch die Alemannia kurz vor der Pause, die auch das 3:2, erneut durch Seyit Ceylan (78.) noch in der 81. Spielminute verdientermaßen egalisierten. „Es war ein gutes Spiel von uns“, meinte Germania-Trainer Jasko Coralic, der dem Saisonauftakt mit der Samstagspartie beim Aufsteiger Welldorf-Güsten gelassen entgegen sieht.

Das Sommerturnier der Germania wird im kommenden Jahr die 24. Neuauflage erleben — dann aber auch aus Anlass des anstehenden Geburtstages, denn der FC Germania von 1927 blickt dann auf sein 90-jährige Vereinsbestehen zurück.

(hfs.)
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