Aldenhoven: Wünsche von 32 Kindern gehen in Erfüllung

Aldenhoven : Wünsche von 32 Kindern gehen in Erfüllung

Für viele Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis nach Deutschland gekommen sind, wird es wohl die erste Begegnung mit Weihnachten sein, dem Fest, zu dem nach unserem Verständnis auch das Schenken gehört. Vorwiegend die Kinder sind es, die zu diesem christlichen Fest beschenkt werden.

Das erfuhren am vergangenen Freitag 32 Flüchtlingskinder aus 21 Familien, die am Nachmittag in das Foyer des Aldenhovener Rathauses eingeladen waren und von Bürgermeister Ralf Claßen beschert wurden.

In leuchtende Kinderaugen und strahlende Gesichter der Eltern blickte der Bürgermeister. Voller Erwartung hatten sie den Berg der in buntes Papier eingewickelten Pakete bestaunt, der unter dem großen Weihnachtsbaum aufgestapelt war.

Claßen begrüßte die Gäste mit einem fröhlichen „Hallo“ und versuchte es dann in englischer Sprache. Assistiert wurde er von Thomas Lema, einem Äthiopier, dem die Verständigung bestens gelang und der auch die richtigen Empfänger schnell aus der Gruppe fischte. Die Kinder machten sich spontan an die Aufgabe, die Spielzeuge, den Zauberkasten, die Legosteine, den Bagger aus der Verpackung zu schälen.

Wie war es zu dieser Form der Willkommenskultur gekommen? Nicole Huppertz, die junge Dürboslarer Mutter betreibt seit Jahren als eifrige Leserin einen Bücherblog, befasst sich mit Neuerscheinungen, die sie bespricht, bewertet und über Auktionen an den Interessenten bringt. Den Gewinn aus dieser Tätigkeit stellt sie für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung, zum Beispiel für Spielsachen für bedürftige Kinder. Im Vorjahr erzielte sie aus dieser Tätigkeit über 4000 Euro, die großenteils Kindern des Integrativen Kindergartens Regenbogen zugute kamen. Auch diesmal werden am heutigen Montag die Regenbogen-Kids bedacht.

Gezielt beschenkt

Zusammen mit der Leiterin dieser Einrichtung, Silke Meyer-Schavier, war man übereingekommen, aus den in diesem Jahr zusammengekommenen 7000 Euro zuerst einmal die in Aldenhoven inzwischen ansässigen Flüchtlingskinder zu bedenken. Das war nicht so ganz einfach, schilderten Silke Meyer-Schavier und Nicole Huppertz; denn man wollte gezielt schenken und die Wünsche der Kids erfüllen. Mit Hilfe von Thomas Lema wurden diese bei Hausbesuchen in Erfahrung gebracht, sodass letztlich alle Kinder beglückt werden konnten.

(gre)
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