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Jülich: Wodka bleibt der Erfolgsgarant

Jülich : Wodka bleibt der Erfolgsgarant

Das Weihnachtsgeschäft ist wichtig. Bei der Simex-Vertriebs-GmbH, die russische Spirituosen in großem Stil vertreibt, läuft es auf Hochtouren, vielen konjunkturellen Unwägbarkeiten zum Trotz.

„Die Händler sparen immer stärker an der Lagerhaltung. Durch die Just-in-Time-Lieferungen verlagert sich das Geschäft immer weiter nach hinten”, weiß Jürgen Gockel, Prokurist und Vertreter der dritten Familiengeneration in der Unternehmensführung.

Das größte Standbein der Simex-Gruppe bleibt der Wodka „Moskovskaya”. Dessen Absatz läuft noch besser als im Vorjahr. „Wir erwarten ein Plus”, berichtet der 30-Jährige, Enkel des Firmengründers Wilhelm Savelsberg.

So werden bis zum Jahresende wohl wieder mehr als sechs Millionen Flaschen des klaren Hochprozentigen aus Jülich über die Theke gehen. Der konstant hohe Absatz hat die Position als Marktführer bei Import-Wodkas ausgebaut.

Im weit fortgeschrittenen Geschäftsjahr gab es auch Schatten. Die neue Sondersteuer auf alkoholische Mischgetränke („Alcopops”) trifft den jüngsten Spross in der Produktfamilie so hart, dass „Speed” wohl kurzfristig trotz guter Verkaufszahlen zur Markteinführung aus den Regalen verschwindet. Sondersteuer und Umsatzsteuer plus Händlermargen würden den Preis verdoppeln.

Von den hohen sechsstelligen Kosten bei der Einführung der neuesten Schöpfung einmal abgesehen, trifft diese Entscheidung vor allem den norddeutschen Betrieb, der für Simex die Herstellung übernommen hatte.

„Wir werden weiter an neuen Produkten arbeiten. Schließlich weiß man nie, wie sich der Markt entwickelt”, kündigt der junge Prokurist an und weiß sich mit seinem Onkel, Geschäftsführer Rolf Savelsberg, auf Linie. Schon im nächsten Jahr könnte es neue klare Kreationen aus dem Hause Simex geben.

Einen beachtlichen Anteil am Jahresumsatz von etwa 50 Millionen Euro hat der Krimsekt der Marke „Krimskoye”, mit dem der Firmengründer die Erfolgsgeschichte startete. „Der Sekt-Markt ist schwieriger. Es wird ein leichtes Minus geben”, prognostiziert Jürgen Gockel. Aber spätestens beim „Simex-Cup” - der deutschen Pokal-Endrunde im Tischtennis - ist er wieder in aller Munde.