Linnich: Wo und wie kann der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich geholfen werden?

Linnich: Wo und wie kann der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich geholfen werden?

Die Uhr tickt unerbittlich. In zwei Wochen beginnt das neue Schuljahr. Für die Achtklässler der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL) wird der erste Tag im neuen Schuljahr ein ganz besonderer. Rundweg alles wird neu sein: Schulstadt, Schulgebäude, Klassenräume, Umfeld. Die erste Generation Gesamtschüler rückt in Linnich ein.

Doch schon vor dem ersten Pennäler warf der Förderverein der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich einen Blick auf und in das neue Schulgebäude am Bendenweg. „Für uns ist das eigentlich schon der dritte Standort“, sagte Fördervereinsvorsitzender Lothar Tertel. Neben der Gesamtschule Aldenhoven zählt die Realschule Aldenhoven ebenfalls noch zu den Nutznießern des Fördervereins.

Diese beide Aldenhovener Schwerpunkte der bisherigen Förderung erhalten nun Linnicher Gesellschaft. „Wir wollen jetzt auch hier Präsenz zeigen“, sagte Tertel bestimmt. Immerhin seien mittlerweile fast 40 der 120 Fördervereinsmitglieder Linnicher.

Obwohl beide Schulen in Linnich — Hauptschule und Realschule — in respektablem Zustand sind, muss die Stadt im Vorfeld des Gesamtschuleinzugs noch kräftig Hand anlegen. Bereits erkennbar vorbereitet sind im Obergeschoss der Hauptschule die vier Büroräume, in denen Schulleitung und didaktische Leitung der GAL residieren werden.

Dazu wurden zwei ehemalige Klassenzimmer in jeweils zwei Räume unterteilt. Ebenfalls in diesem Stockwerk befinden sich zwei Klassenräume. Sie werden wie auch die im Erdgeschoss mit elektronischen Tafeln, den Smartboards ausgestattet. Diese interaktiven Tafelsysteme, erklärte Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker, werden mit und mit alle Klassenräume der GAL erhalten.

Aus Aula wird Mensa

Die größte bauliche Veränderung erfährt die Hauptschule im Bereich ihrer einstigen Aula, dem PZ. Dieser Raum wird die künftige Mensa der GAL. „Hier werden die Kinder ihr Mittagessen bekommen und ebenso die Kinder der OGS“, stellte die Bürgermeisterin den Besuchern diesen wichtigen Bestandteil des Ganztagsschulbetriebs vor. Angegliedert ist eine Küche von „gastronomischen“ Ausmaßen. Schunck-Zenker: „Wir werden versuchen, alles frisch zu kochen.

Dazu haben wir eigens eine zweite Köchin eingestellt.“ Wenn die Küche nach den Sommerferien ihren Betrieb aufnimmt, wird sie 150 Schülerinnen und Schüler versorgen können, die natürlich in der angrenzenden Mensa einen Platz finden. Der hintere Teil dieses Großraums wird eine besondere Bestimmung erhalten. Er soll Ruhezone oder Chillbereich werden.

Über diesem Ruhebereich wird der Förderverein erstmals in Linnich sein Füllhorn öffnen. Er wird einen modernen Wasserspender finanzieren, der die Jugendlichen kostenlos mit kaltem warmen Wasser versorgt. Aber es wird nicht die einzige Förderung zum Schulstart sein. Die Gesamtschule erhält an allen Standorten Basketballkörbe samt Bällen. Bestellt sind sie schon.

Um beiden Schulstandorten gerecht zu werden, will sich der Förderverein verstärkt der Einwerbung von Sponsoren in Linnich widmen — schon aus Gründen der Gleichbehandlung, wie Tertel, sein Stellvertreter Dirk Schneiders und die Vorsitzende der Elternpflegschaft der GAL, Bettina Rosarius, betonten. Unterstützung wird jedenfalls immer willkommen sein.

„Bei aller Freude wird Schule an zwei Standorten auch eine Herausforderung bedeuten. Unser wichtigstes Ziel ist, dass wir beste Bedingen schaffen“, betonte die Bürgermeisterin zum Abschluss der Visitation. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, nimmt die Stadt eine Menge Geld in die Hand: Allein in diesem Jahr 350 000 Euro plus 113 000 Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“. Zudem wird die komplette Beleuchtung beider Gebäude modernisiert, hälftig mit Bundesmittel aus der Klimaschutzrichtlinie.