Jülich: Wo sind bloß die 20.000 Euro geblieben?

Jülich: Wo sind bloß die 20.000 Euro geblieben?

Die Bearbeitung von Anregungen und Beschwerden der Jülicher Bürgerschaft hat der Stadtrat im vergangenen Jahr dem so genannten Bürgerauschuss übertragen. Der tagte nun zum fünften Mal im Rathaus, wobei angemerkt werden muss, dass eine bessere Vorarbeit sicherlich dazu beitragen würde, zeitsparender und effektiver zu arbeiten.

Warum werden Bürgeranträge, die in der vierten Sitzung vom Beschwerdeführer zurückgenommen wurden, nun erneut auf die Tagesordnung gesetzt? Zu einem Zeitpunkt, wo die vom Bürger monierte neue Abfallsatzung bereits am 14. September vom zuständigen Ausschuss beraten wird. „Da dürfte es doch für irgendwelche Empfehlungen an Ausschüsse zu spät sein”, bemerkte Ausschussmitglied Helmut Lohn (CDU) kritisch an die Adresse der Vorsitzenden Emily Willkomm-Laufs.

Sieben Punkte in drei Stunden

Der er mehrmals hilfreich zur Seite stand, damit Diskussionsdebatten zu diesem Thema - wie auch zu der Beantragung einer WC-Anlage auf dem Friedhof in Güsten - zeitlich nicht noch mehr (die sieben Tagespunkte umfassende Sitzung dauerte fasst drei Stunden) aus dem Ruder liefen.

Der Ausschuss reagierte kritisch, als es um einen Bürgerantrag ging, der sich mit einem Bebauungsplan in Koslar an der Theodor-Heuss-Straße befasst, gegen den am 2. August 2009 Einspruch erhoben wurde, auf den die Verwaltung aber erst im Februar dieses Jahres reagierte.

Viel Zeit ist auch vergangen, seit der Rat den Beschluss fasste, 20.000 Euro für die Umsetzung des Ökoschulprogramms im Haushalt 2003 festzuschreiben. „Was ist aus dem Geld geworden?”, will jetzt nicht nur die Ausschuss-Vorsitzende wissen, sondern auch die übrigen Mitglieder. Außerdem gab man die Anregung, Planungs- und Umweltausschuss mögen sich doch nun endlich nach langen Jahren damit anfreunden, sich von Experten des Öko-Schulprogramms informieren zu lassen.