Sommercamp der „Zehner“: „Wichtig ist, dass wir heute viel lachen“

Sommercamp der „Zehner“ : „Wichtig ist, dass wir heute viel lachen“

Mit der Teilnahme von über 70 Kindern und Jugendlichen verzeichnet das 17. Fußball- und Freizeitcamp des SC Jülich 10/97 große Resonanz. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass dem Nachwuchs im Karl-Knipprath-Stadion neben Fußballspielen ein abwechslungsreiches Programm geboten wird.

Es ist Donnerstag, wie an den anderen Tagen ist der Start der Übungseinheiten für 10 Uhr angesetzt. Die ersten Nachwuchskicker sind bereits eine halbe Stunde vorher eingetrudelt, warten voller Tatendrang auf ihre Trainer. Nach einer Kurzbesprechung mit Vorsitzendem Michael Lingnau und Mitinitiator Hans Scheiba greift Peter Kosprd zum Mikro.

Bemerkenswert schnell wird die eben noch rumwuselnde Schar ruhig und hört gespannt zu: „Gestern ward ihr ja nach zwei Tagen ein bisschen träge, aber das kriegen wir gleich wieder raus“, muntert er auf und sagt: „Wichtig ist, dass wir heute wieder viel lachen.“ Aufgeteilt sind die Kicker in fünf nach Fußballclubs benannte Gruppen.

Wolfgang Mittag vom zehnköpfigen Betreuerstab erteilt Anweisungen zum Aufwärmen, dann folgt das erste Spiel des Tages. Insgesamt 45 Minuten dauert die Partie zwischen FC Liverpool und dem 1. FC Köln. Nebenan üben Bayern München und CF Barcelona taktische Feinheiten oder toben ihren Bewegungsdrang aus. Die zwölfjährigen Kumpels Hannan und Ahmad verraten, weshalb sie so begeistert sind: „Es macht einfach Spaß. Am wichtigsten ist Fußball, aber es ist auch toll, dass wir zusammen so viele andere Sachen machen.“

Im Spiel nebenan ist gerade Drittelpause. Trainer Mittag macht Mädchen und Jungs klar, dass Fußball ein Mannschaftssport ist: „Es nützt gar nichts, sieben Tore zu schießen, wenn du acht kassierst. Also musst du auch als Stürmer Abwehrarbeit leisten.“ Dass man auch verlieren kann, gehöre zum Sport dazu, nur den Spaß dürfe man nie verlieren. Die Zustimmung ist ihm sicher. Sicher ist auch, dass in der restlichen Spielzeit jeder versucht, zu den umjubelten Torschützen zu zählen.Nach dem Mittagessen geht es für zwei Gruppen ins benachbarte Freibad, die anderen freuen sich auf eine Führung über die Sophienhöhe. Highlight zum Abschluss ist der Besuch im Eis-Café.

(jago)
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