Lich-Steinstraß: Wer feiert, kann auch gewinnen

Lich-Steinstraß: Wer feiert, kann auch gewinnen

Am Samstag Abend war die Mannschaft beim Oktoberfest, am nächsten Nachmittag zeigte sie eine überzeugende Vorstellung, bei der die Gäste von Westwacht Aachen keine Chance hatten und mit einer 0:5-Packung die Heimreise antreten mussten.

„Wir wollten eigentlich nur bis 23 Uhr feiern“, resümierte Germania Lich-Steinstraß‘ Trainer Jasco Coralic lächelnd. Aber die Stimmung sei so gut gewesen, da habe er das Ende in die Eigenverantwortung jedes einzelnen Spielers gelegt. Ein Vertrauensvorschuss, der sich auszahlte.

Selbstvertrauen

Tags darauf machte Landesligist Germania Lich-Steinstraß mit den Gästen von Westwacht Aachen kurzen Prozess. Visar Behrami mit einem sehenswerten Freistoßtor aus 30 Metern (15.), Hussein Alawie (33.), Thomas Mudrack (35., 38.) und Kevin Lenzen (72.) gaben Mannschaft und Verein ein großes Stück Selbstvertrauen zurück.

„Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Coralic. „Ein paar Aktionen sind wie im Traum gelaufen. Man merkte der Mannschaft an, dass wir im Training gut gearbeitet haben.“ Der Trainer gestand auch, dass Westwacht nicht zu unrecht am Tabellenende steht, wollte aber keinesfalls, dass die Mannschaft womöglich unterschätzt würde. „Da kann es dann böse Überraschungen geben.“

Umso mehr zeigten die Germanen, dass die Formkurve der letzten Wochen beständiger wird. Ursprünglich wollte der Trainer nach zehn Spielen mindestens neun Punkte auf dem Konto haben. Jetzt sind es bereits 15, die Ziele für die Saison rücken deutlich näher.

Sturm-Duo bewährt sich

Erfolgreich hat sich die Umstellung von Thomas Mudrack bewährt, der in dieser Saison endlich wieder stürmen darf. Damit erhält Ali Makki endlich die Unterstützung, die für ein modernes Angriffsspiel notwendig ist. Gegen Aachen bewährte sich das Duo, Mudrack traf zwei Mal ins Tor, Makki traf zumindest die Torlatte. Und Hussein Alawie wird auf der linken Seite immer gefährlicher.

Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat der Umstand, dass sich das Lazarett bei Lich-Steinstraß allmählich lichtet. Zuletzt kehrte Markus Neuber auf den Rasen zurück. Damit erhält die Defensive eine weitere Verstärkung. Der Gegner bekam es zu spüren. Für Westwacht Aachen war das Germanen-Bollwerk schlichtweg unüberwindbar.

(tm)
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