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Jülich: Wenn Pluto in die Kristallkugel schaut

Jülich : Wenn Pluto in die Kristallkugel schaut

Auf den Bühnenbrettern der Stadthalle hatten die AG-Mitglieder unter Regie und musikalischen Leitung von Referendarin Nadja Ochell das Musical „Leben im All” von Gerhard A. Meyer einstudiert - zur Begeisterung vieler Zuschauer.

„Wie kommen eigentlich die Sternbilder an dem Himmel?”, wollte ein Mädchen (Frederike Rüland) zu Beginn von seiner Großmutter (Lisa Schüttert) wissen und bedrängte sie, der Sache auf den Grund zu gehen.

In ihrer Zeitreise in die Entstehungszeit des Universums lernten die beiden die frechen Sternschnuppen kennen, denen fast „alles schnuppe ist”. Sie fürchteten nur das schwarze Loch (Ronja Stiebig), das, von allen abgelehnt, nur noch darauf aus war, alle Sterne und Planeten zu verschlingen.

Der Charme der Venus

Kometen und Meteore rasten quer durchs All, der superschnelle „Komet XXL” (Janina Seemann), der 1000 Lichtjahre in drei Sekunden zurücklegt, rettete die reizenden Schnuppen vor dem Angriff des schwarzen Lochs und erwies sich auch später als Retter. Nach zehn Milliarden Jahren erlosch „Opa Galaxos” (Yusuf Ergin) mit den Worten: „Für jeden Stern wird ein neuer aufgehen”. Er hinterließ Geschenke für alle Planeten.

Der kleine Pluto (Tabea Schlüter) erhielt eine die Zukunft voraussehende kleine Kristallkugel, die „Opa Galaxos” selbst geerbt hatte. Bevor die Planeten jedoch die Zukunft erfuhren, stahl das schwarze Loch das kostbare Stück. Gemeinsam eroberten alle Planeten mit einer List die Kugel zurück.

Die zauberhafte Venus (Kira Souschek), die sich nicht zwischen ihren Verehrern Mars (Anna Müller) und Saturn (Jacqueline Hoeltje) entscheiden konnte, diente als Lockvogel. Mit ihrer Schönheit und ihrem zarten Gesang betörte sie das schwarze Loch, und „Komet XXL” bekam die Kugel zurück. Diese lehrte die Planeten, um die Sonne zu kreisen. Das setzten sie in einem hingebungsvollen Tanz sofort um und ernteten Szenenapplaus.

Zusätzlich sollten „arme kleine Dinger”, die Menschen, in Milliarden von Jahren auf der Erde (Leonie Bodden) leben. Zum Trost schufen alle Planeten für die Menschen Sternbilder. Die sind so schön, dass auch der kleine Pluto einmal einen Tag und eine Nacht auf der Erde verbringen möchte, um unter dem Himmelszelt zu träumen. Auf Wunsch der Enkelin wird sogar das schwarze Loch wieder glücklich. Mit dem rockigen Song: „Das Leben im All ist heftig und prall” schloss sich der Themenkreis.