Jülich: Welldorf-Güsten: Selbstbewusster Aufsteiger mit klarem Ziel

Jülich: Welldorf-Güsten: Selbstbewusster Aufsteiger mit klarem Ziel

Die Grün-Weißen aus Welldorf-Güsten hatten die Fußballexperten vor einem Jahr nicht auf der Rechnung, als sie die Favoriten der Kreisliga A-Saison 2015/16 ausguckten. Doch am allerletzten Spieltag sicherte sich die Mannschaft von Trainer Winni Ronig den A-Liga-Titel und den Aufstieg.

Somit spielen die Grün-Weißen aus dem Jülicher Doppelort ab dem nächsten Wochenende nach 19-jähriger Abwesenheit wieder in der Bezirksliga.

„Sicherlich werden wir die Euphorie mitnehmen. Die Mannschaft, das ganze Umfeld freut sich auf die Saisoneröffnung“, sagt Meistertrainer Winnie Ronig mit Blick auf den übernächsten Samstag. Ab 18.30 Uhr rollt dann der Ball in einem Knallerspiel.

„Wir treffen direkt auf den Meisterschaftsfavoriten Germania Lich-Steinstraß. Dieses Lokalderby wird sicherlich viele Zuschauer anlocken, wir freuen uns darauf“, sagt Ronig, der mit einer eingespielten Mannschaft in die Meisterschaft geht.

„Wir hatten mit Marvin Kornietzka nur einen Abgang, konnten drei neue Spieler holen, die sich bereits allesamt integriert haben“, umschreibt der Übungsleiter die Ist-Situation nach einer sehr guten und intensiven Vorbereitung.

Zu der zählt auch die am Samstag erstmals auszuspielende „Kreis-Champions-Challenge“. Dabei ermitteln die Kreismeister der Kreise Düren, Heinsberg und Aachen in einem Blitzturnier bei Borussia Brand „ihren Champion der Region“ sieht Winni Ronig dem Vergleich seiner ersten Mannschaft mit den Mannschaften von Rasensport Brand und Wegberg-Beeck II gespannt entgegen.

Was die kommenden Ligapflichten anbelangt, da legte der Welldorf-Güstener Trainer sein Hauptaugenmerk auch auf die Stabilisierung seiner Abwehrreihe. „Denn hinten soll die Null stehen“, lautet seine Maxime, der er auch in der Bezirksliga treu bleiben möchte. Dass dies ein schwieriges Unterfangen wird, ist dem Neuling bewusst.

Deshalb wird er nach Aussage der Verantwortlichen immer darauf bedacht sein, das Handeln in einem Spiel selbst bestimmen zu können. „Nicht reagieren, sondern agieren“, sagt Ronig, der Fußballfachmann genug ist, um zu wissen, dass dies nicht in jedem Spiel möglich sein wird.

„Dafür ist die Liga zu stark. Wir haben uns den Klassenerhalt als Ziel gesetzt, was auch gelingen kann, wenn wir von vielen Verletzungen verschont bleiben“, setzt der Trainer ein Ausrufezeichen. Mit Blick auf die zurückliegende Serie, als manchmal Spieler aus der Reserve aushelfen mussten, um eine Mannschaft stellen zu können.

Mit 27 Spielern im Kader, die alle den Anspruch erheben, Bezirksliga-tauglich zu sein, müsste das Ziel erreicht werden. So soll denn auch zum Saisonauftakt gepunktet werden, und auf Spiele wie gegen die Lokalkonkurrenten TuS Langerwehe, Schwarz-Weiß Düren oder die Sportfreunde aus Düren werde man sich besonders vorbereiten. „Denn es sind die klassischen Derbys, die jetzt in dieser Gruppe anstehen.“

Ursprünglich wollten und sollten die Grün-Weißen in der Bezirksliga-Gruppe 4 spielen. „Man hat uns gefragt, wir haben Ja gesagt, doch dann wurde daraus nichts“, schildert Ronig, der sich mit seinen Akteuren nun aber einig ist, dass die künftigen Derbys den erreichten Aufstieg noch erfreulicher machen.

(hfs.)