Jülich: Welldorf-Güsten holt Sieg in Düren, Lich-Steinstraß gewinnt gegen Frechen

Jülich : Welldorf-Güsten holt Sieg in Düren, Lich-Steinstraß gewinnt gegen Frechen

Mit zwei Siegen fuhren die beiden Bezirksligisten aus dem Jülicher Land am vergangenen Spieltag die optimale Ausbeute ein.

Grün-Weiß Welldorf-Güsten: Diesen Sieg hatten die Verantwortlichen der Grün-Weißen aus Welldorf-Güsten absolut nicht auf der Rechnung. Nämlich das 3:2 bei den Sportfreunden in Düren. „Wenn der Tabellenneunte beim Tabellenzweiten spielt, ist von einem solchen nicht zwangsläufig auszugehen“, kommentierte Welldorf-Güstens Trainer Winni Ronig den dreifachen Punktgewinn.

Daniel Schmitz sah seine Elf ob der kämpferischen Leistung als verdienten Sieger. Foto: Kròl

Damit kommt seine Mannschaft schon jetzt, zwei Spieltage vor Ende der Saison, auf 40 Zähler. Kann man davon ausgehen, dass der SV im letzten Spiel drei Punkte gegen Absteiger Bliesheim holt, eine Woche zuvor, am kommenden Wochenende, vielleicht sogar in Winden punktet, hätten die Grün-Weißen ein optimales Punktekonto.

Was den Gastgeber anbelangt. rutschte der durch die unerwartet Schlappe auf Platz 4 und kann sich seine Aufstiegsambitionen über die Quotientenregelung vielleicht abschminken. Aber das tangiert Welldorf-Güsten überhaupt nicht. „Unser Sieg war hoch verdient“, lobte Ronig.

Dabei war für ihn Tim Hermanns der Matchwinner. „Er war die einzige Sturmspitze, die wir aufbieten konnten. Er war nicht nur Torschütze zum 1:0, er war auch an den anderen zwei Treffern beteilig. Er hat eine überragende Partie abgeliefert. Bei ihm war Motivation pur spürbar“, lobte der Coach. Der sparte auch mit Blick auf das Unterzahlspiel — ab der 70. Minute musste der Gast nach dem Platzverweis von Tim Bosma wegen Foulspiels mit zehn Mann spielen — nicht mit Komplimenten. „Jeder ist für den anderen gerannt, hat sich eingesetzt.“

Alles in allem war Winni Ronig mit Auftritt und Spiel hoch zufrieden. „Jetzt fahren wir völlig entspannt nach Winden, dann freuen wir uns auf das letzte Saisonspiel gegen Bliesheim, danach wird gefeiert.“

Germania Lich-Steinstraß: Wenn es für beide Fußball-Teams in der Meisterschaft um nichts mehr geht, kann man leicht einen Sommerkick erwarten. Anfänglich war das bei der Begegnung zwischen Germania Lich-Steinstraß und Viktoria Frechen auch so. Wobei die Gastgeber aktiver waren, aber kaum torgefährlich.

Der erste erwähnenswerte Angriff der Gäste führte gleich zu einem Elfmeter, verbunden mit viel Geschrei auf der Tribüne. Andre Otten schoss das erste Tor (17.) für seine Mannschaft. Schiedsrichter Julian Dohmen ließ in der Folge viel laufen und trug damit dazu bei, dass die Partie immer wieder sehr ruppig ausartete, wenn auch nicht unfair wurde.

Denn nach dem Seitenwechsel erhöhten die Germanen den Druck. „Wir hatten mehr Ballbesitz und wir haben uns mehr gequält“, beschrieb Trainer Daniel Schmitz die weitere Entwicklung und lobte besonders den Einsatz von Charles Kenzinger und Hirotaka Masushige. Tore schoss Lich-Steinstraß indes nicht, die schossen die Gäste. Und gleich zweimal ins eigene Tor. So ging am Ende ein Sieger vom Platz, der sich als solcher ob der kämpferischen Leistung fühlen durfte, aber nichts Zählbares dazu beigetragen hatte.

(tm/hfs)
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