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Linnich: Wege sind eine teuere Last

Linnich : Wege sind eine teuere Last

Die Bankrotterklärung war unüberhörbar: Die Stadt Linnich sieht sich in absehbarer Zeit nicht mehr in der Lage, die Wirtschaftswege im bisherigen Umfang erhalten, geschweige den ausbauen zu können. Es fehlt schlicht und einfach das Geld.

Die jüngste Sitzung des Werksausschusses sollte nach Vorstellung der CDU-Fraktion ein erster Ansatz werden, dem dräuenden Problem zu begegnen. Mit Vertretern der Zuckerfabrik und der Landwirtschaft wollte man den Einstieg in die „Optimierung der Nutzung des Straßen- und Wirtschaftswegenetzes der Stadt Linnich” vollziehen, wie Fraktionschef Hans-Willi Dohmen in epischer Breite erläuterte.

Er malte das Bild einer „Armada von Lkw auf unseren Wirtschaftswege” mit immer größerem Ladevolumen und gewaltigen Erntemaschinen, die die Feldwege unter ihre Räder nähmen. Nicht ohne Folgen: „Es gibt Kostenschätzungen von mehreren Millionen Euro für den Ausbau der Wirtschaftswege”, sagte Dohmen und führte an: „Das Geld dafür ist gar nicht da.”

Die Zuckerfabrik Jülich wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Problemlösung beteiligen, sagte Hermann Mugele, Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung, zu. Finanzielle Hilfe könne aber nicht erwartet werde. Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp skizzierte als Lösung die Reduzierung des Wegenetzes auf das „zwingend Notwendige”.