Jülich: Was wird aus der Stadthalle?

Jülich: Was wird aus der Stadthalle?

Für die Stadthalle gab es einen Betreiber, einen Investor und schon Vorschläge des Stuttgarter Architekten. Ob Sanierung oder Neubau - alles war möglich.

Doch die ersten Verhandlungen mit der Rurbau GmbH aus Jülich, im Besitz der Woge, im vorigen Jahr scheiterten an der Grundstücksfrage, den Konditionen (Kauf oder Erbpacht) sowie rechtlichen Bedenken der Stadt.

Die Rurbau wollte an und neben der Stadthalle ein mittelgroßes Hotel und zwei schmale Gästehäuser zum Beispiel für Forscher, die längere Zeit in Jülich bleiben, errichten und in der Halle ein Kulturprogramm anbieten. Bei (damals) historisch tiefen Zinsen hätte sich das Projekt für den Investor aus der eigenen Stadt sicher eher gerechnet als heute. Und damals gab es auch noch keine weitere Beherbergungskonkurrenz.

Inzwischen muss fest mit dem Jugendgästehaus am Park, das vor allem auf junge Menschen und Familien abzielt, gerechnet werden. Außerdem gibt es inzwischen auch auswärtiges Interesse am Hesselmann-Grundstück, wo ein 4-Sterne-Hotel vorstellbar sein soll. Mit zwei weiteren Bewerbern wäre ein dann dritter neuer Beherbergungsbetrieb an der Düsseldorfer Straße natürlich unrentabler.

Wo also in Jülich neue Übernachtungseinrichtungen gewünscht sind, ist eine ebenso wichtige kommunalpolitische Entscheidung wie die Wahl zwischen den vorgestellten Bebauungsvarianten an der Zitadelle. Doch egal wie: Realisiert würde immer ein Vorschlag von Jörg Aldinger.