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Ellen: Vorspielen ohne Leistungsdruck

Ellen : Vorspielen ohne Leistungsdruck

Sie war der große Star auf dem Sportplatz in Ellen: Bettina Wiegmann, Weltmeisterin im Frauenfußball, musste unzählige Autogramme für ihre jungen weiblichen Fans schreiben.

Die waren anlässlich des „Tags des Mädchenfußballs” des Fußballverbandes Mittelrhein in Ellen aufgelaufen und hatten ihre Fußballschuhe geschnürt.

Egal ob im Spiel „Sieben gegen Sieben” oder „Vier gegen Vier”, die jungen Nachwuchs-Kickerinnen hatten die Gelegenheit ihr „Können am Ball und ihre Begeisterung für das Spiel zu zeigen”, so Karl-Heinz Witt, Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses.

„Das soll hier ein reines Spaßturnier sein”, erklärte Sabine Nellen, Vorsitzende des Mädchenausschusses des Fußballverbands Mittelrhein. „Wir wollen für den Frauenfußball werben. Wir haben bewusst auf den Leistungsbezug verzichtet und wollten so schönen und fairen Fußball erzeugen.”

Der Druck auf die Mädchen werde häufig von außen erzeugt. Die Spiele wurden so auch weitestgehend ohne Trainer und Schiedsrichter ausgetragen.

Natürlich hielten die Trainer, allen voran Bettina Wiegmann als Verbandstrainerin zuständig für die Talentförderung, auch in Ellen Ausschau nach neuen Talenten, die dann in den Stützpunkten ausgebildet werden sollen.

Nach „7:7”-Turnieren der Stützpunktmannschaften und der Schulmannschaften fand am Nachmittag ein „4:4”-Turnier der Mädchenmannschaften statt. Insgesamt 110 Mädchen spielten dabei vor 200-300 Zuschauern in wechselnden Mannschaften gegeneinander.

Den Abschluss des „Tag des Mädchenfußballs” bildete das Entscheidungsspiel zum Landesligaaufstieg der Frauen zwischen dem TuS Lammersdorf und dem SC West Köln, das 3:2 endete.

Die Veranstaltung in Ellen war die 5. Auflage dieser verbandsweiten Aktion. Der 1. „Tag des Mädchenfußballs” hatte 2000 auf dem Sportgelände von Jugendsport Wenau stattgefunden.