Titz: Vorführfahrzeug ersetzt angejahrte Einsatzwagen

Titz: Vorführfahrzeug ersetzt angejahrte Einsatzwagen

Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF) mit einer motorbetriebenen Feuerlöschkreiselpumpe, einer Schnellangriffseinrichtung, einem Löschwasserbehälter und einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe ersetzt nunmehr den RW 1 und das LF16-TS nach 29 Jahren Dienst in der Löschgruppe Titz.

Nach den durchweg positiven Erfahrungen bei den letzten Beschaffungen einigten sich die Verantwortlichen auf ein Vorführfahrzeug. Weil zudem Ausrüstungsgegenstände im Wert von rund 28.000 Euro übernommen und auf das neue Fahrzeug verladen wurden, belaufen sich die Kosten auf günstige 364.000 Euro.

Im Kostenrahmen von 300.000 bis 400.000 Euro waren kontinuierlich in den letzten Jahren Neufahrzeuge für die einzelnen Löschgruppen der Gemeinde Titz beschafft worden. In den nächsten Jahren „müssen wir uns mit dem Mannschaftstransportwagen (MTW) auseinandersetzen“, gab Bürgermeister Jürgen Frantzen einen Ausblick.

Nicht zuletzt wurde das Gerätehaus der Titzer Löschgruppe in Eigenleistung renoviert, bevor das HLF 20 am 7. Oktober in Dienst gestellt wurde. Das war Grund genug für die Gemeindeverwaltung Titz, gemeinsam mit den ehrenamtlich tätigen Blauröcken eine Feierstunde mit Einsegnung des Fahrzeuges zu organisieren.

Bürgermeister Jürgen Frantzen betonte die „gute Investition in das Ehrenamt und die Sicherheit“ und übergab den symbolischen roten „Generalschlüssel“ an Gemeindebrandinspektor Stephan Giesen, der sich für „das besondere Zeichen des Vertrauens“ bedankte, bevor er diesen an Löschgruppenführer Volker Mischke weitergab.

Feuerwehrseelsorger und Diakon Manfred Kappertz stellte das neue Fahrzeug und damit die Feuerwehrleute, die „allzeit bereit sind zu retten, zu bergen, zu löschen und zu schützen“ unter den Segen Gottes. Der Bürgermeister hatte, passenderweise am Volkstrauertag, mit einer Schweigeminute für die Terroropfer in Paris begonnen.

In Anlehnung an Benjamin Franklin betonte er: „Wenn wir die Freiheit aufgeben, um Sicherheit zu bekommen, haben wir am Ende beides verloren“. Kappertz spannte thematisch den Bogen von Grenzen, die Angst machen, hin zu mutmachender Solidarität, bevor er die Segensworte sprach und das Feuerwehrfahrzeug mit Weihwasser besprengte.

Im Anschluss an Übergabe und Einsegnung beförderte Stephan Giesen Frank Swoboda zum Brandinspektor, Volker Mischke zum Brandoberinspektor und Alexander Sieben zum Gemeindebrandinspektor.

(ptj)
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