Rödingen: Von Gegenständlich bis Abstrakt: Neue Ausstellung in der Galerie Alte Weberei

Rödingen: Von Gegenständlich bis Abstrakt: Neue Ausstellung in der Galerie Alte Weberei

Die Galerie Alte Weberei Rödingen lädt ein zur Kunstausstellung, die am Samstag, 20. August, eröffnet wird. Präsentiert werden Werke dreier Künstlerinnen.

Anja-Katrin Grimm aus Bonn zeigt Installationen, Objekte und Zeichnungen. Ihr künstlerisches Interesse gilt der plastischen Gestaltung von Form und Struktur. Ihre großflächigen, jedoch formreduzierten Plastiken baut sie aus Draht und überzieht das Gerüst mit einer Schicht aus gerissenem Papier.

Sie experimentiert mit den Formen und auch mit der Oberflächenstruktur des getrockneten Papiers. Um die strukturelle Beschaffenheit der Oberfläche zu betonen, verwendet sie weiße, das Licht absorbierende Farbe. Indem sie einzelne Plastiken seriell zusammenfügt, sie so zu einem Werk zusammenwachsen lässt, entstehen neue Linien, Spalten, Raster und Schatten. Dadurch legt sich nochmals eine Struktur über die Arbeiten und jedes Werk erhält einen eigenen Rhythmus.

Wie unter dem Mikroskop

Angela Kiersch aus Neukirchen-Vluyn beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der auflösenden Ordnung der Dinge, wenn sie in den Prozess des Zerfalls eintreten und bedeutungslos werden, diesen Prozess, das Abgleiten der Dinge in die Bedeutungslosigkeit, zu unterbrechen und neue Formen, wie unter dem Mikroskop gesehen, zu schaffen, zeichnet ihre Arbeiten aus. „Ich suche nach einer Form, in der ich etwas von der Zartheit dieses Zerfalls bewahren kann. Mich fasziniert es, eine Plastizität zu entwickeln, der ähnlich wie in manchen Traumbildern eine fremdartige Vertrautheit innewohnt“, beschreibt die Künstlerin ihre Herangehensweise. Sie zeigt filigrane Objekte, die aus verschiedenen Naturmaterialien und Fäden beziehungsweise Stoffen geschaffen sind.

Dritte im Bunde ist Ulrike Siebel aus Düsseldorf-Mettmann. Für sie spielt die Erinnerung eine zentrale Rolle. Entsprechend den facettenreichen Schichten der Inhalte zeichnen sich ihre Bilder durch eine Vielschichtigkeit in der Mal- und Darstellungsweise aus — Variationen zwischen Transparenz und Undurchlässigkeit, zwischen Offenheit und Geschlossensein. Mit Hilfe der Monotypie, der Art und Weise des Durchreibens, des Abreibens verbinden sich neue Darstellungsweisen auf vorhandenem Grund.

Zudem verwendet sie die Technik der Enkaustik, indem sie das zu Schützende, das zu Bewahrende mit einer Schicht aus Wachs überzieht, einer Art Schutz. Auf diese Weise erreicht sie Transparenz oder auch Abdeckung und verfolgt die ldee, das zu Bewahrende kostbarer zu machen.

Die Ausstellung in der Galerie Alte Weberei ist geöffnet an den Wochenenden, 20., und 21., 27. und 28. August, jeweils von 15 Uhr bis 19 Uhr.