Jülich: Vom Fußball-Olymp in den Rathauskeller

Jülich: Vom Fußball-Olymp in den Rathauskeller

Er war Deutscher Fußball-Amateurmeister, Fußballprofi, Cheffahrer vieler Jülicher Bürgermeister und in der Stadt selbst ein immer gern gesehener Gesprächspartner. Damit ist bald Schluss. Willi Zander sagt nach 36-jähriger Tätigkeit in der Jülicher Verwaltung Tschüss.

Ab Ende des Monats ist der geborene Dürener Rentner. „Ich habe 50 Jahre und einen Monat geklebt, jetzt gönne ich mir die Rente.” Willi Zander lacht, geht die Stufen hinab in sein Reich. Dort unten, im Keller des Rathauses, steht sein Schreibtisch, von dort aus hat er die Aufgaben der Poststelle übernommen.

Geboren in Düren, spielte Zander zuerst bei den Sportfreunden, später bei Schwarz-Weiß Düren. „Mit Schwarz-Weiß haben wir 1968 ein Freundschaftsspiel anlässlich der Sportplatzeinweihung in Vettweiß gegen den SC Jülich 1910 bestritten. In dem habe ich damals den Jülicher Verteidiger Helmut Lohn schwindelig gespielt. Danach hat Jakob Ross, der Obmann, sofort mit mir Kontakt aufgenommen.”

Es waren die aus Zanders heutiger Sicht „goldenen Anfänge in Diensten der Zehner”. Schon ein Jahr später wurde er mit ihnen 1969 Deutscher Amateurmeister. Uerdingen wurde geschlagen, Willi schoss das Siegtor, und in zwei Jahren weitere 60.

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