Linnich: Volle Rückendeckung für den Linnicher SPD-Chef

Linnich: Volle Rückendeckung für den Linnicher SPD-Chef

Die Linnicher SPD steht geschlossen hinter ihrem Vorsitzenden und frisch gekürten Bürgermeisterkandidaten Hans Friedrich Oetjen.

Mit 28 Stimmen bei einer Enthaltung sprachen die 29 Mitglieder, die zur SPD-Ortsvereinsversammlung ins Rathaus gekommen waren, ihm ihr Vertrauen aus und bestimmten ihn zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 30. August.

Von Weltuntergangsstimmung nach dem schlechten Abschneiden ihrer Partei bei den Europawahlen und ebenso schlechten Wahlprognosen war bei den Linnicher Genossen nichts zu spüren.

„Wir haben in den vergangenen fünf Jahren gute Arbeit geleistet und manches, was in Linnich geschehen ist, geht auf unsere Initiative zurück”, erklärte Oetjen. Er nannte dabei die gravierenden Verbesserungen, die an Linnichs Schulen vorgenommen wurden und auch die Tatsache, dass nun die Spielplätze im Stadtgebietes saniert werden, heftete er an die Fahnen der SPD. „Wir wissen, was wir können”, gab er sich kämpferisch und vertrat die Meinung, dass die politische Landschaft sich im Wandel befinde. „In der Zukunft wird es keine deutlichen Mehrheiten mehr geben und dann werden wir ja sehen, wo wir stehen”, betonte er.

Unterstützt wurde er vom SPD-Unterbezirksvorsitzenden Dietmar Nietan und seinem Parteifreund Raoul Pöhler aus Aldenhoven. Oetjen wies zudem darauf hin, dass es wieder gelungen sei, neue Mitglieder für die Partei zu werben, die auch bereit sind, sich aktiv einzubinden. So will er mit einer Mischung aus bewährten Kämpfern und neuen Gesichtern in den Wahlkampf starten.

Oetjen war es eine besondere Freude, mit Marita Vogrin, Hermann Josef Paulußen und Karl Heinz Venrath drei Mitglieder für 25-jährige Parteizugehörigkeit auszuzeichnen. Ehe man zur Tagesordnung schritt und die einzelnen Kandidaten für die Stadtratswahl stellte, sprach Raoul Pöhler zu den Genossen. Auch er ist der Meinung, dass es wieder aufwärts geht mit der SPD. „Die Menschen warten darauf, dass wir mit Themen zum Kampf blasen. Wir müssen uns unterhacken, dann gelingt die Trendwende”, appellierte er. Ähnlich seht Dietmar Nietan die Situation. Bei seiner Arbeit für die Antragskommission des jüngsten Parteitages habe er erfahren dürfen, dass eine Flut von Anträgen eingegangen sei und gute Vorschläge eingebracht wurden. „Das zeigt: Die SPD ist eine lebendige Partei. Wir werden antreten und versuchen. die absolute Mehrheit der CDU im Kreis Düren zu brechen”, versprach er.

In Linnich zumindest scheint man sich einig zu sein und auf dieses Ziel eingeschworen, denn nahezu einstimmig wurden die Vorschläge des Parteivorstandes für die Kandidatenlisten angenommen.