Wenn Talent auf Engagement trifft, passt es: Viertklässler räumt bei diversen Mathematik-Wettbewerben Spitzenplätze ab

Wenn Talent auf Engagement trifft, passt es : Viertklässler räumt bei diversen Mathematik-Wettbewerben Spitzenplätze ab

„Dividiere die Summe von 3003 und 429 durch 3 und verdopple dann das Ergebnis. Welche Zahl erhälst du?“ – so sieht eine typische Aufgabe beim bundesweiten Mathematik-Wettbewerb „Pangea“ aus. Da kommt so mancher vielleicht ohne Taschenrechner schon ins Grübeln, aber nicht der zehnjährige Vincent Bujnicki.

Der Viertklässler hat in den vergangenen Monaten an den Mathewettbewerben „Pangea“, „Känguru der Mathemathik“ und der „Mathemathik-Olymipade“ teilgenommen und dabei tolle Plätze abgeräumt.

Obwohl er bei den Wettbewerben immer sehr aufgeregt war, hat Vincent bei der Matheolympiade und dem Känguruwettbewerb den zweiten Platz belegt, wohingegen er bei „Pangea“ gegen etwa 11.000 Konkurrenten in seiner Klassenstufe bundesweit angetreten ist und den ersten Platz NRW-weit belegte. Auf Bundesebene wurde er insgesamt Vierter.

„Beim Pangeafinale hatten wir eine Stunde Zeit, aber nach 20 Minuten war ich schon fertig!“, erklärt Vincent stolz. Das Knobeln macht dem Zehnjährigen Spaß und so sitzt er auch gerne mal nach der Schule zu Hause und rechnet ein paar Übungen neben seinen normalen Hausaufgaben. Der begeisterte Handballspieler macht sich so mit Aufgaben von Wettbewerben der vergangenen Jahre vertraut.

Knobeln will geübt sein

„Wenn Talent auf Engagement trifft, dann passt es einfach“, sagt Diana Prömpers, Leiterin der Katholischen Grundschule in Jülich, die Vincent besucht. Obwohl es dort keine eigene Mathe-AG gibt, haben kleine Mathetalente hier die Möglichkeit, einmal pro Woche während des Unterrichts Knobelaufgaben für den Känguruwettbewerb zu üben, der auch von der Schule angeboten wird. Zusätzlich gibt es noch „Sternchenaufgaben“ im Mathematikbuch für besonders schnelle Kinder.

Doch obwohl die Grundschule Kindern wie Vincent gerne zur Seite steht, sind seine Eltern seine größten Unterstützer. Während der Vater mit ihm und seinem Bruder Leonardo zu Hause fleißig Aufgaben durchrechnet, begleitet seine Mutter ihn zu den Wettbewerben. Bei der Siegerehrung für „Pangea“ war sogar die ganze Familie zugegen und hat mitgefiebert.

Ab nächstem Schuljahr besucht Vincent die fünfte Klasse des Gymnasiums Haus Overbach in Barmen. Gerade auf die Mathe-AG dort freut sich der Grundschüler schon.

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