Linnich: Vier auslaufende Schulen weiter im Blick behalten

Linnich: Vier auslaufende Schulen weiter im Blick behalten

Bei der gemeinsamen Sitzung der Schulausschüsse der Stadt Linnich und der Gemeinde Aldenhoven in der Aula der Realschule Linnich standen zwar der Schulentwicklungsplan und die gemeinsame Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL) im Blickpunkt, doch sowohl in Linnich als auch in Aldenhoven existieren nach wie mit Real- und Hauptschule vier weitere Bildungseinrichtungen, die keine neuen Schüler mehr aufnehmen und deren Betrieb ausläuft.

Die entsprechenden Zahlen hatten Peter Steiner und Tilman Bieber von der Bochumer Komplan mitgebracht. Danach verfügt die auslaufende Hauptschule Aldenhoven aktuell über 151 Schüler in acht Klassen, bei der Käthe-Kollwitz-Realschule sind es 230 Schüler, die zehn Klassen besuchen.

Vergleichbar sind die Zahlen für Linnich: Hier verteilen sich 160 Hauptschüler auf sieben Klassen, während die Realschule mit 268 Schülern in elf Klassen momentan die größte der auslaufenden Schulen ist. Gemeinsam hat das Schulquartett, dass das Schuljahr 2018/19 das letzte ist.

Dass auch und vor allem die Interessen der vier Auslaufschulen berücksichtigt werden, wurde von beiden Ausschüssen betont. „Wir machen uns schon Gedanken“, unterstrich etwa Aldenhovens Bürgermeister Ralf Claßen, dass man sich der pädagogischen Problematik und dem Wunsch nach gleichwertigen Abschlüssen durchaus bewusst sei. Zudem wies er darauf hin, dass in der Merzbachgemeinde die beiden auslaufenden Schulen in der Hauptschule räumlich zusammengelegt werden.

Darauf pocht auch Thomas Hoppe-Leifgen, der am 1. August die Leitung der Realschule Linnich übernimmt. Der Pädagoge sammelt derzeit schon Erfahrung im Abwickeln einer Schule, denn er ist aktuell Leiter der Realschule Gangelt, die bereits seit 2012 ausläuft.

(ahw)
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