1. Lokales
  2. Jülich

Jülich: Versicherungsagenturen haben jede Menge abzuarbeiten

Jülich : Versicherungsagenturen haben jede Menge abzuarbeiten

Auf annähernd 1,5 Millionen Euro Schadenssunmme schätzen alle hiesigen Versicherungsagenturen den Schaden, den das schwere Unwetter verursacht hat.

Auch wenn seit diesem „schwarzen Mittwochmorgen” im Mai fast fünf Wochen vergangen sind, konnten noch nicht alle Schäden erfasst, geschweige denn behoben werden.

Gerade die Trocknungsmaßnahmen nehmen Wochen in Anspruch. Bevor Keller und Wände nicht so weit sind, können wir nichts regulieren.” Uwe Dymowski als Agent der Provinzial muss über 100 Schadensfälle bearbeiten. Kunden vor allem in Bourheim, Broich, Jülich und Stetternich waren die Leidtragenden.

„Gerade die Besitzer von Garagen, die unter Straßenniveau lagen, hat es schwer getroffen.” So schwammen bei zwei Versicherten die Autos unter dem Garagendach. „Totalschaden”, sagt Dymowski, der für seine Agentur mit über 300.000 Euro Schadenssumme rechnen muss.

Ungleich höher ist die bei der Allianzagentur, bei der Ralf Gutrath einer der Inhaber ist. „Wir liegen bei annähernd 200 Schadensfällen”, sagt er und zieht Parallelen zum Orkan „Kyrill”, der am 18. Januar 2007 das öffentliche Leben in weiten Teilen Europas lahm legte und in Böen Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern erzeugte.

Waren es damals fast ausschließlich Sturmschäden, die die Allianz begleichen musste, sieht es nach dem Mai-Unwetter anderes aus. „Während es in Kirchberg vorwiegend Überschwemmungen gab, sind es im Dürener Raum Hagel- und im Raum Titz Sturmschäden festzustellen. Und in Jülich haben wir es mit Rückstau in den Kanälen als Ursache für die vielen Schäden zu tun”, sagt Gutrath.