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Jülich: Verlorene Wette ist Grund zur Freude

Jülich : Verlorene Wette ist Grund zur Freude

Wer freut sich schon, wenn bei der Rückkehr zum abgestellten Wagen eine städtische Mitteilung unter dem Scheibenwischer prangt. „Der städtische Verkehrsaußendienst hat festgestellt, dass Sie Ihr Kraftfahrzeug entgegen den Verkehrsvorschriften geparkt haben”, lässt die Stadt Jülich auf diese Weise den Sünder wissen.

Was man genau angestellt hat und wie viel das Vergnügen kostet, bleibt leider erst mal offen. Nähere Einzelheiten werden noch mitgeteilt, heißt es lapidar. Nachgelegt wird auf dem Papier am Wagen noch mit dem Hinweis: „Unser Tipp: Parken Sie doch im zentral gelegenen Parkhaus Zitadelle.”

Den Jülicher Bürger Rudolf Weniger ließ das nicht ruhen. Er entwickelte eine gute Idee. Man solle doch bitte die Rückseite der Mitteilung mit einer Skizze der Innenstadt versehen, damit Auswärtige erkennen, wo sich neben der städtischen Parkgarage noch andere gebührenpflichtige und entgeltfreie Parkzonen befinden oder Anwohnerbereiche ausgewiesen sind, hat er bei der Stadt beantragt.

„Ich wette, dass dieser Bürgerantrag, aus welchen Gründen auch immer, nicht realisiert werden kann”, schließt Weniger mit freundlichen Grüßen. Falsch!

Schade, dass Wenigers Wette nicht mit einem einschlägigen Beitrag verknüpft war. Denn seine Anregung wird „gerne aufgenommen und baldmöglichst verwirklicht”, hieß es im Haupt- und Finanzausschuss. Kein Grund sich zu ärgern.