Vereinsfest: Verkehrswacht Jülich feiert 65. Geburtstag

Vereinsfest : Verkehrswacht Jülich feiert 65. Geburtstag

Im Jahre 1953, nur knapp drei Jahre nach der Neukonstituierung der Deutschen Verkehrswacht in Berlin, wurden auch in Jülich die ersten Strukturen zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr geschaffen.

Bei der Feier anlässlich des 65-jährigen Bestehens begrüßte Hartmut Dreßen, 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Verkehrswacht Jülich, zuerst dessen Gründer Walter Blum. „Ohne ihn gebe es keinen Verkehrsübungsplatz (VÜP) in unserer Stadt, und wir säßen heute nicht hier“, erläuterte er und hieß alle auf dem Gelände in Koslar versammelten Gäste willkommen.

Dreßen bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für ihren engagierten Einsatz ebenso wie bei den aktiven Mitgliedern für die ehrenamtliche Unterstützung.

Seit elf Jahren in seinem Amt bestätigt, sprach der Vorsitzende einen besonderen Dank an seinen Vorgänger, den Ehrenvorsitzenden Karl-Ulrich Coch aus, „der die Verkehrswacht 33 Jahre geführt und geprägt hat“. Aus Erfahrung seiner 40-jährigen Mitgliedschaft bekräftigte er die steigende Notwendigkeit einer freiwilligen Arbeit zur Schulung und Aufklärung im Bereich der Verkehrssicherheit.

Erfolge und Nachwuchsproblem

In diesem Zusammenhang hob er besonders die Verdienste des Sicherheitstrainerteams und der Mannschaft im Kassenhaus auf dem Übungsgelände hervor. Mit 11 723 „abgefertigten“ Pkw und 115 Kursen wurden 2017 vereinsinterne Rekorde aufgestellt. Eine Vielzahl von Verkehrssicherheitsaktionen in den Städten Jülich und Linnich sowie in den Gemeinden Aldenhoven, Inden, Niederzier und Titz trug zur Unfallprävention bei.

Mit großem finanziellem Aufwand wurde der Verkehrsübungsplatz saniert und mit einigen „Neuheiten“ wie Wasserregner, Trockenzaun sowie einem Witterungsschutz für Kursteilnehmer aufgewertet. Der im August 2018 erworbene Simulator „Lenken statt Ablenken“ erweitert das Informationsangebot und unterstützt die aktuelle Plakataktion zu diesem Thema.

Bei all diesen Errungenschaften und einer bis jetzt stets positiven Entwicklung des Vereins gibt es auch einen „Wermutstropfen“. „Wie bei vielen Vereinen fehlt auch bei uns der Nachwuchs“, berichtet der 1. Vorsitzende, „schon bald werden mehrere aktive Mitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden und ihre für den Verein sehr wichtige Arbeit beenden.“ Hartmut Dreßen hofft, dass die entstehenden Lücken geschlossen werden können. Diese Tätigkeit setze keine Vorkenntnisse voraus, alle werden an die Aufgaben herangeführt und seien herzlich willkommen. „Es ist zudem erwiesen, dass ehrenamtliches Engagement das Wohlbefinden und die eigene Zufriedenheit fördern kann“, fügt er lächelnd hinzu.

Die Ehrung

Solch ein ehrenamtlicher Einsatz wird auch anerkannt und bei herausragendem Engagement entsprechend gewürdigt. „Hartmut Dreßen hat sich besondere Verdienste um die Sicherheit im Straßenverkehr erworben“, bestätigte mit einem Ehrenbrief der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfallen. „In Würdigung seines Einsatzes für das Gemeinwohl“ überreichte dessen Vizepräsident und MdL (CDU) Klaus Voussem eine Goldene Ehrennadel. Er zählte die verschiedenen Aktivitäten des Geehrten im Bereich der Verkehrssicherheit in Jülich und im Kreis Düren auf. Die Liste wurde sehr lang.

Fachberater beim Schulamt

Hartmut Dreßen war unter anderem 31 Jahre lang als Fachberater für Verkehrssicherung beim Schulamt für den Kreis Düren tätig. In den vergangenen 40 Jahren als Mitglied der Verkehrswacht Jülich betreute und unterstützte er aktiv unzählige Präventionsaktionen. Unter seinem Vorsitz initiierte der Verein in Kooperation mit Polizei und Kommunalverwaltung die Durchführung zahlreicher Verkehrssicherheitsprojekte für Kinder und Jugendliche. Im Namen des Vereins gratulierte und bedankte sich der 2. Vereinsvorsitzende, Jakob Loevenich mit einem Buchgutschein, als eine „Idee für die Freizeit, welche der Vorsitzende eigentlich nicht hat“.

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