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Gevenich: Verehrung durch Kapelle, Gebete und Lichterprozession

Gevenich : Verehrung durch Kapelle, Gebete und Lichterprozession

Die Verehrung der Hl. Barbara in Gevenich ist bereits seit 1356 urkundlich verbürgt.

Seitdem besteht, ohne nennenswerte Unterbrechung, die Gevenicher Barbarabruderschaft als Gebetsvereinigung.

Erst in den letzten Wochen haben die Verantwortlichen weitere Nachforschungen im Vatikan in die Wege geleitet. Diese führen vielleicht dazu, Hinweise auf die Originalurkunde (päpstliche Bulle, Bestätigungsschreiben) zu finden.

Bisher liegt diese nur als Abschrift in lateinischer Sprache in dem seit 1711 geführten Barbarabuch vor. Der Chronist beschreibt auf der ersten Seite auch, dass es sich um das dritte Barbarabuch handelt. Diese beiden Bücher, die über die Entwicklung der Bruderschaft von 1356 bis 1711 Aufschluss geben, konnten bisher nicht gefunden werden.

Die Gevenicher Pfarrkirche schmückt ein Barbarafenster. In einer kleinen goldenen Monstranz sind Reliquien der Heiligen aufbewahrt. Eine Figur der Heiligen ist im Altarraum zu finden.

Ein weiteres Kleinod ist die Barbarakapelle, die im Feld am Ortsausgang Richtung Hottdorf errichtet wurde.

Die besondere Beziehung der Gevenicher zur Hl. Barbara ergibt sich nicht nur aus Kunstschätzen, Bauwerken und der Verehrung vergangener Zeiten. Sie ist auch hochaktuell. Vor einigen Wochen erst zog eine Prozession mit mehr als 100 Teilnehmern zur Barbarakapelle.

Unterwegs und an der Kapelle wurde zu der Heiligen gebetet und gesungen. Unlängst wurde der Barbarakapellenverein gegründet. Dessen mehr als 50 Mitglieder kümmem sich ausschließlich um den Erhalt des Bauwerks.

Die gelebte Frömmigkeit zeigt sich auch daran, dass viele Besucher der Barbarakapelle Lichter zur Verehrung der Heiligen anzünden und auch heute immer wieder Menschen darum bitten, in die Barbarabruderschaft aufgenommen zu werden.

Der jährliche Höhepunkt der Verehrung steht zum Namenstag der Heiligen an. Heute um 19 Uhr wird zum Beginn der Barbarawoche ein Festhochamt mit dem Kirchenchor und sakramentalem Segen zelebriert.

Am morgigen Freitag folgt um 19 Uhr eine Lichterprozession mit Beteiligung der Hubertus-Schützenbruderschaft und der Freiwilligen Feuerwehr. Danach treffen sich die Teilnehmer zu Glühwein oder heißer Schokolade im Pfarrheim.

Am Sonntag, 7. Dezember, hält der Wassenberger Propst Rainer Mohren die Festpredigt im Hochamt, das um 15 Uhr beginnt. Anschließend treffen sich die Teilnehmer in der Gevenicher Bürgerhalle bei Kaffee und Kuchen.