Aldenhoven: Verbesserte Busanbindung der Gemeinde Aldenhoven

Aldenhoven: Verbesserte Busanbindung der Gemeinde Aldenhoven

In der dritten Beteiligungsrunde beschäftigte sich der Aldenhovener Gemeinderat jüngst mit der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans, dessen Festlegungen unmittelbaren Einfluss auf die Bürgerschaft haben.

Grundlage für die Neuaufstellung war die Haushaltsbefragung zum Ist-Zustand und den Wünschen. Ziele sind die Stärkung des ÖPNV durch ein differenziertes und konkurrenzfähiges Angebot sowie verbesserte Verknüpfungen zwischen Verkehrsmitteln und Linien.

Attraktivere Angebote verbessern auch das wirtschaftliche Ergebnis, ist der Gedanke, der den Veränderungen zugrunde liegt. Um das zu erreichen, wird künftig „Nahverkehr aus einer Hand“ geboten, denn die Abwicklung aller Leistungen im Kreis Düren erfolgt künftig nach einer Direktvergabe der Leistungen durch die Dürener Kreisbahn (DKB), wobei allerdings weiter lokale Subunternehmen zum Zuge kommen, wie Verkehrsplaner Kai Pachan im Rat ergänzte.

Vom Schnellverkehrs- und Qualitätsnetz, das kreisweit propagiert wird, kommt in Aldenhoven vor allem das Qualitätsnetz zum Zuge, denn das Gemeindegebiet ist, so Pachan, „bei den Reisezeiten gut aufgestellt“ — nicht zuletzt dank der Schnellbuslinie nach Jülich und Aachen. Bei den Qualitätslinien besteht der Gewinn darin, dass etwa die Zahl der Fahrten von 10 auf 18 erhöht wird, während eine Beschleunigung kaum möglich ist. Die engsten verkehrstechnischen Bande — etwa durch Berufspendler — bestehen für die Aldenhovener nach Jülich, Düren und Linnich. Darüber hinaus haben Aachen, Eschweiler und Alsdorf noch großes Gewicht.

Die Bestandsaufnahme hat bei der Raum-Erschließung leichte Mängel im Zentralort und deutliche Mängel in Freialdenhoven und Niedermerz ergeben. Insbesondere die Häufigkeit von Fahrten nach Freialdenhoven ist zu gering. Das kleine Engelsdorf ist völlig ohne ÖPNV-Anbindung. Durch Veränderungen bei den Linien 278, 279 und 281 wird sich eine wesentliche häufigere Verbindung von Freialdenhoven nach Aldenhoven im 30-Minuten-Takt ergeben.

Als Nachteil ergibt sich dann lediglich ein Umsteigezwang für die Verbindung zwischen Linnich und Aldenhoven. Problematisch bleiben dagegen die Aussichten für Engelsdorf, weil dort das Potenzial einfach zu gering sei. Hier gebe es, so der Planer, den Widerstreit zwischen Wünschenswertem und wirtschaftlich Machbarem. Allenfalls in einer Bürgerbus-Lösung sieht Pachan hier Aussichten.

„Es tut sich einiges“, lobte SPD-Fraktionschef Udo Wasserhoven die Ergänzungen. Er regte an, möglichst das Einkaufszen­trum am Ortsrand von Aldenhoven ins Liniennetz einzubeziehen, was der Planer prüfen wird. Die Rat verabschiedete den Nahverkehrsplan einstimmig.

(ahw)