Jülich: Vandalen legen Marienbrunnen in Jülich lahm

Jülich: Vandalen legen Marienbrunnen in Jülich lahm

Am Rande des Jülicher Stadtfestes haben Unbekannte ihre Zerstörungswut am Marienbrunnen an der Propsteikirche ausgelassen. Das berichtet Pfarrer Josef Wolff kopfschüttelnd, denn „spätestens am Montagmorgen lief nichts mehr“.

Der Brunnenabfluss war verstopft und machte den Einsatz einer professionellen Reinigungsfirma notwendig, um den Schaden in der Kanalisation beziehungsweise im Rohrsystem zu beheben. Unbekannte hatten ein in Folie verpacktes Kühlkissen „mutwillig in den Abfluss des Brunnens gestopft“, sagt Wolff. Das Kissen hat die Abwasserleitung verschlossen und damit die Anlage lahmgelegt.

Als die Spezialisten den ansonsten unzugänglichen Stopfen mit einer Spirale erreichten, wurde er zerstört, und das blaue Kühlgel gelangte in den Wasserkreislauf. Wesentlicher Inhaltsstoff ist in der Regel Propylenglykol, das für Menschen und Tiere nicht ungefährlich ist.

Mehrmals durchspülen

In hoher Dosierung ist es giftig und kann außerdem zu Hautreizungen und anderen Reaktionen führen. Das Pfarramt und die Reinigungsfirma mussten daher die Verunreinigung durch mehrmaliges Spülen mit mehreren Wasserfüllungen beseitigen.

„Das Ganze finde ich nicht lustig. Viel Geld und Arbeitszeit waren nötig, um den Schaden zu beheben“, erklärt Propst Josef Wolff. Die Pfarre habe Glück im Unglück gehabt, denn die über 20 Jahre alte Anlage funktionierte bei Wiederinbetriebnahme. Das ist bei betagter Pumpentechnik keine Selbstverständlichkeit. Dann würde der Brunnen in der City nicht mehr sprudeln. Wolff: „So kann man das freundliche Erscheinungsbild Jülichs in der Öffentlichkeit eben auch zerstören.“

(-vpu-)
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