Jülich/Washington: US-Designpreis für den Indemann

Jülich/Washington: US-Designpreis für den Indemann

Unter den Preisträgern der amerikanischen Society for Environmental Graphic Design (SEGD) in Washington ist in diesem Jahr auch ein 270 Tonnen schwerer Deutsch-Niederländer: Der Indemann auf der Goltsteinkuppe am Rande des Tagebaus Inden, entworfen von dem Maastrichter Büro Maurer United Architects, wurde mit einem der 20 „Merit Awards” („Lobende Erwähnung”) ausgezeichnet.

Die 36 Meter hohe, begehbare Stahlskulptur, die an einen der ersten Roboter erinnert, wurde im Herbst 2009 als Wahrzeichen für den strukturpolitischen Wandel einer ehemaligen Bergbauregion auf einer Tagebauhalde errichtet.

Neben der imposanten Größe und beeindruckenden Aussicht lockt die halbdurchsichtige Haut aus Edelstahlgewebe jede Woche Tausende Besucher zum Indemann. Der Clou: Mehr als 40.000 eingewebte, einzeln per Computer steuerbare Leuchtdioden (LEDs) erwecken nachts den stählernen Koloss zum Leben.

Plattform für dieses Spektakel ist das weltweit patentierte Gewebesystem Illumesh, ein Gemeinschaftsprodukt der GKD - Gebr. Kufferath AG, Düren, und der ag4 media facade GmbH, Köln.

Der SEGD Design Award zeichnet herausragendes Design im Bereich der Umwelt- und Landschaftsgestaltung aus und wurde am 5. Juni in Washington, D.C. verliehen. Neben den 20 „Merit Awards”, u.a. für den „Indemann Observation Tower”, vergab die Jury an diesem Abend zehn „Honor Awards”, sechs „Jury Awards” und fünf Auszeichnungen „Lot with a little”.