Umgehungsstraße L50n - Settericher Mühle im Fokus

Umgehungsstraße L50n : Settericher Mühle im Fokus

In Verbindung mit den Baumaßnahmen für die zwei Kilometer lange Umgehungsstraße L50n zwischen Setterich und Siersdorf rückt die „Settericher Windmühle“ wieder deutlich sichtbar in den Blickpunkt. In dem mittlerweile von hohem Baumbewuchs bestandenen Areal ist das ehemalige Turmgebäude nur noch als ruinöses Reststück der Mühle erkennbar.

Wie aus Recherchen des Baesweiler Heimatforschers Hans Kunnes über die Geschichte der „Settericher Windmühle“ bekannt wurde, geht die Entstehung der Anlage auf das Jahr 1570 zurück, als Johann von Reuschenberg von der Settericher Burg die Windmühle an der Stelle erbauen ließ, um einfallende Westwinde zu nutzen.

Das Erbauungsjahr ist durch den aufgefundenen Schlussstein nachgewiesen. Kunnes schließt zwar aus, dass es sich bei der Mühle um den Rest eines ehemaligen Wachturms der Deutsch-Ordens-Kommende in Siersdorf handelt, doch habe die Erforschung der Kommende „eine erstmalige urkundliche Erwähnung der Settericher Windmühle aufgezeigt“.

Im Rahmen der Ausbaumaßnahmen für die neue Umgehung als Entlastung für den innerörtlichen Verkehr in Setterich, wurden jetzt auch die Arbeiten für einen Kreisverkehr am Ortsausgang von Setterich zügig begonnen. Mit der Einmündung der Umgehungsstraße auf die L50 in Höhe des früheren Kraftwerks soll der Verkehr in Richtung Setterich sowie nach Siersdorf über die K12 und B56 zur A44 in Aldenhoven geleitet werden.

(zts)
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