Jülich: Überlieferungen und Sagen des Jülicher Landes überarbeitet

Jülich: Überlieferungen und Sagen des Jülicher Landes überarbeitet

Vielfältig sind die Sagengestalten im Jülicher Land: Weiße Frauen, Mittagsgespenster, Heinzelmännchen, Aufhocker und erlöste Seelen trieben ihr Unwesen im Jülicher Land. Teufel und Heilige stritten um die Vorherrschaft bei der Bevölkerung. Bockreiterbanden und Hexen waren in Zeiten von Pest und Hungersnöten alltägliche Begleiter der Landbevölkerung.

Erlebnisse, Geschichten und Mysterien wurden mündlich überliefert und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu Papier gebracht.

Eva Behrens-Hommel, Diplompädagogin und Buchhändlerin in Jülich, hat über 150 Sagen, Legenden und Überlieferungen aus Schriften zusammengetragen, die heute nur noch in wenigen Exemplaren in den Archiven vorhanden sind. Hauptquelle sind die „Rur-Blumen“, die Heimatbeilage des Jülicher Kreisblattes in den Jahren zwischen 1920 und 1944. Viele Sagen stammen auch aus der Sammlung von Heinrich Tichlers, die 1949 erstmals als Buch veröffentlicht wurden.

Über 160 Ortschaften aus dem Jülicher Land zwischen Eifel und Niederrhein finden sich in mindestens einer Sage wieder.

Die Neuerscheinung ist eine Bearbeitung des 1996 herausgegebenen Buches. Der Inhalt wurde um 40 Texte aus den frühen und späten Rur-Blumen erweitert und hat nun 240 Seiten. Die Gestaltung und Produktion im Verlag Jos. Fischer wurde von Jürgen Schmitte übernommen. Das Buch ist für 14,90 Euro ab sofort im Buchhandel erhältlich.

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