Aldenhoven: Türken fordern mehr Akzeptanz

Aldenhoven: Türken fordern mehr Akzeptanz

„Türken haben mit der Integration in Deutschland längst nicht die größten Probleme”, so beurteilte eine Sprechergruppe des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Aldenhoven die jüngst veröffentlichte Studie zur Eingemeindung von Migranten.

„Man hat uns geholt, weil man uns als Arbeitskräfte brauchte, man hat uns in mehreren Generationen verbraucht, und jetzt will man uns nicht mehr haben!”, so lautete in einem Gespräch die bittere Erkenntnis angesichts der Einstufung auf dem letzten Platz der Analyse.

„Das ist eher eine Versetzung an den Schluss der Tabelle”, folgert eine junge Mutter und verweist „auf 70 Prozent der Türken, die in dritter und vierter Generation in Deutschland leben”.

„Gerade unsere Kinder leben hier in zwei Welten”, ist die Meinung eines Vaters. Auf der einen Seite sind es Kindergarten, Schule, Ausbildung, Beruf oder Arbeitslosigkeit und auf der anderen Seite die türkische Familie, in der die islamische Religion und die Traditionen eine andere Kultur vermitteln.

„Auch in Aldenhoven”, so beklagen es die jungen Mütter, „ist mehr Integration einfach beschränkt auf Begegnungen in den Schulen und größeren Festen.” Aus persönlichen Erfahrungen gibt es für Türken nur wenig Toleranz und Gleichberechtigung. „Dabei sollte man uns doch so annehmen, wie wir sind.”

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