Jülich: TTC: Partie in Bad Homburg stellt die Weichen bis Saisonende

Jülich: TTC: Partie in Bad Homburg stellt die Weichen bis Saisonende

Im fünften Spiel der laufenden Saison muss Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich zum viertel Mal auswärts antreten. Heute schlagen die Schützlinge von Trainer Miro Broda von 18 Uhr an in der Sporthalle Wingert im Bad Homburger Stadtteil Ober Erlenbach auf.

„Unsere Zukunft hängt von diesem Spiel ab“, werden nach Ansicht von TTC-Manager Arnold Beginn heute die Weichen gestellt, ob die Indeländer mit schon fünf Minuspunkten „als graue Maus im Mittelfeld herumkrebsen“ oder Tabellenplatz zwei ins Visier nehmen.

Schlechter Start

Der gastgebende TTC OE Bad Homburg, der eine komplett neuformierte Mannschaft aufbietet, ist mit zwei Niederlagen denkbar schlecht in die Saison gestartet, hat sich aber inzwischen mit Siegen gegen Hilpoltstein und bei Grenzau II berappelt und mit 4:4-Punkten auf Rang sechs vorgearbeitet. Jülich als Tabellendritter (5:3-Zähler) liegt nur einen Punkt besser.

Prunkstück der Badestädter ist das obere Paarkreuz, wobei die Nr. 1 Tomislav Pucar mit einer 6:2-Bilanz herausragt, zumal er auch im Doppel zu den Punktgaranten zählt. Beginn traut ihm allein heute schon drei Punkte zu, nachdem er bei der EM in Budapest erst gegen Doppel-Sieger Jonathan Groth knapp scheiterte. „Wenn wir nur ein Doppel gewinnen, wird es für uns schwer“, wäre der Manager wohl schon mit einem Punkt zufrieden. Arnold Beginn verhandelte vor der Saison auch mit Laurens Trommer, Nr. 3 der Gastgeber und einer der stärksten niederländischen Spieler, der indes für die Herzogstädter nicht zu finanzieren gewesen sei.

Der TTC als „Wundertüte“

Demgegenüber ist der Leistungsstand der Gäste aus der Herzogstadt eine große Wundertüte: keiner weiß, wer heute welche Leistung bringt. So wurde Lauric Jean nach seinem jüngsten Leistungstief vom belgischen Verband gar nicht erst für die Europameisterschaft nominiert, wo sein Landsmann und Doppelpartner Martin Allegro mit starken Leistungen weitere Plätze in der Rangliste gutmachte.

Zuletzt bei den Ranglistenspielen war Hermann Mühlbach nach Ansicht des Managers „aus der Spur“ und landete unter ferner liefen. Fraglich ist, wie der Japaner Yoshihiro Ozawa seine Wettkampfpause überstanden hat. Eine Operation der Verletzung an seiner Schlaghnd war offensichtlich doch nicht notwendig, er habe seine Probleme ohne Eingriff auskurieren können. Somit stehen den Indeländern wieder zwei Doppel zur Verfügung, in denen jeweils ein Rechts- und ein Linkshänder zusammengespannt worden sind. Vielleicht gibt das ja am Ende den Auschlag.