Jülich: TTC Indeland strebt zurück in die Bundesliga

Jülich: TTC Indeland strebt zurück in die Bundesliga

TTC-Manager Arnold Beginn weilte unter der Woche in Frankfurt. Als gewählter Vertreter der 2. Tischtennis-Bundesliga nahm er an der Sitzung des Ressorts Bundesliga Herren teil, das sich mit der 1., 2. und 3. Bundesliga beschäftigt.

Das Gespräch mit den Kollegen andere Vereine und den Verantwortlichen der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) machte dem Manager-Urgestein, der noch vor wenigen Tagen mögliche Aufstiegsambitionen der Herzogstädter im Keim erstickt hat, wieder große Lust aus die Bundesliga.

TTC-Fans haben Eindruck gemacht

Dazu mag auch beigetragen haben, dass namentlich die lautstarke Fankontingent der Indeländer bei der Pokal-Endrunde in Fulda offenbar großen Eindruck hinterlassen hat.

Grund für den Sinneswandel, der allerdings erst auf die Saison 2016/17 zielt, sind aber nicht zuletzt die geplanten Veränderungen, die den Wechsel von der 2. in die 1. Bundesliga erleichtern sollen. „Die 2. Bundesliga muss sich weiter professionalisieren“, sieht Beginn auch hier noch Nachholbedarf. Gerne wird er da das Lob gehört haben, das er und sein Verein für die Präsentation der Heimspiele eingeheimst haben. Da auch der Mindestlohn kein Thema mehr ist, von dem den Vereinen finanzielle Zusatzbelastungen drohen, will Arnold Beginn in den kommenden Monaten alles tun, um die Voraussetzungen für den Sprung ins Oberhaus zu schaffen.

Dort scheint es inzwischen schwierig geworden zu sein, zehn Mannschaften für den Ligabetrieb zu finden. Bei der 3. Bundesliga Herren Nord sind es sogar nur sieben Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen.

TTBL zu Konzessionen bereit

Das mag auch ein Grund dafür sein, dass die Änderung des Spielmodus mit Dreier-Mannschaften, der in der TTBL eingeführt wurde, während in der 2. Bundesliga Vierer-Teams am Start sind, inzwischen offen diskutiert wird. Manager Beginn kann zwar die seinerzeitige Umstellung auf Teams mit drei Spielern nachvollziehen, weil das zu einer Reduzierung der Kosten führte, doch sieht er auch die Schattenseiten: Inzwischen sei es für die mit Nationalspielern gespickten Mannschaften nahezu ausgeschlossen, talentierte Nachwuchsspieler einzubauen und sie behutsam aufzubauen. Das läuft den Plänen des Managers, der große Stücke auf die eigene Jugendabteilung hält, diametral entgegen. Zudem macht es die Sportart nicht gerade attraktiv, wenn sich Talente wie ein Timo Boll nicht mehr in der eigenen Elite-Liga entwickeln können.