Jülich: TTC Indeland steht unter Zugzwang

Jülich: TTC Indeland steht unter Zugzwang

Nach dem Fehlstart in die neue Saison hat Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich laufend richtungweisende Partien vor der Brust. So gastiert am Sonntag um 14 Uhr mit Aufsteiger TTC Ober-Erlenbach 1987 der Tabellennachbar in der Nordhalle an der Berliner Straße.

„Die sind auf einer Höhe mit uns“, hat TTC-Manager Arnold Beginn das bisherige Auftreten der Gäste analysiert. Deren Spitzenbrett Thomas Keinath ist mit seiner 5:1-Bilanz derzeit bester Zweitliga-Spieler und auch ein starker Doppel-Partner.

Nicht zuletzt ist der 30-Jährige in der Herzogstadt kein Unbekannter und dürfte als ehemaliger TTC-Spieler am Sonntag besonders motiviert sein. Zuletzt bei den Tischtennis-Europameisterschaften in Österreich schlug Keinath Janos Szöcs, den Spitzenspieler der Indeländer, mit 3:1. Sportlich zu beachten ist weiterhin die Nr. 3 der Gäste, Jens Schabacker, während die Spieler an Nr. 2 und 4 demgegenüber etwas abfallen.

Da die Herzogstädter erstmals während der laufenden Spielzeit in Bestbesetzung antreten, der Japaner Yoshihiro Ozawa fliegt von den heimischen Meisterschaften ein, dürfte nach Beginns Berechnungen ein Heimerfolg herausspringen.

Ähnlich wie die Indeländer schickt Aufsteiger Ober-Erlenbach eine sehr junge Mannschaft in den Kampf um die Qualifikation für die eingleisige 2. Tischtennis-Bundesliga. „Ich bin vom Punktekonto enttäuscht“, hapert es da laut Beginn noch beim gastgebenden TTC.

Szöcs sinnt auf Revanche

Als Sorgenkinder haben sich hierbei Dmytro Pysar (Nr. 2) und Hermann Mühlbach (Nr. 3) erwiesen, die endlich auf ihren angestammten Positionen eingesetzt werden. Zudem werde Janos Szöcs vermutlich darauf brennen, im Heimspiel die EM-Schlappe gegen Keinath zu kompensieren, hofft Arnold Beginn. Verzichten müssen die Gastgeber lediglich auf ihren Coach Johannes Dimmig, der als Verbandstrainer unterwegs ist. Für ihn betreut Mühlbach als „Spielertrainer“ das Team.

Auch wenn die Saison noch jung ist, hat die gestiegene Leistungsstärke der Liga den Manager doch einigermaßen überrascht. „Das ist nicht mehr die Zweite Liga der Vorsaison“, konstatiert Beginn einen Qualitätsschub, der von den Verbandsoberen sicher auch so gewollt war, damit die sportliche Kluft zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga nicht mehr so groß wie in der Vergangenheit bleibt.

Dieser Trend ist auch in den Personalbüchern abzulesen, die heuer mit jungen Nationalspielern aus aller Welt gespickt sind, was auch die Kosten nach oben treibt. Das treibt dem TTC-Manager weitere Sorgenfalten ins Gesicht.

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