Jülich: TTC: Die neue Nr. 1 Jan Zibrak muss wieder absagen

Jülich: TTC: Die neue Nr. 1 Jan Zibrak muss wieder absagen

„Das hatte ich ihnen gar nicht zugetraut”, zeigte sich Arnold Beginn, Manager des TTC Indeland Jülich, angenehm überrascht vom locker herausgespielten 9:4-Erfolg der ersatzgeschwächten Indeländer am Wochenende bei Union Velbert.

Eine neue Nr. 1 für die kommende Saison ist Arnold Beginn, unterdessen knapp durch die Lappen gegangen. Beginn hatte großes Interesse an einer Verpflichtung von Jan Zibrat, der bei der Jugend-Europameisterschaft 2010 Bronze im Einzel und Doppel gewonnen hat und derzeit beim Ligakonkuzzenten TTS Borsum unter Vertrag ist und bei den „Nordlichtern” an Nr. 1 spielt.

Doch der slowenische Verband, der die sportliche Ausbildung des 19-jährigen Linkshänders finanziert, machte den Herzogstädtern einen Strich durch die Rechnung und legte sein Veto gegen den angedachten Wechsel ein.

Nur Michael Servaty bleibt

„Das war ein Rückschlag für uns”, bedauert Manager Beginn. Insofern gestalte es sich auch schwieriger als erwartet, das Team für die kommende Spielzeit zu komplettieren. Bekanntlich wird von der aktuellen Mannschaft Michael Servaty gehalten und steht Gianluca Walther, der Bruder der aktuellen Nr. 1 Ricardo Walther, als erster Neuzugang fest.

„Ich will ja in der kommenden Saison nicht absteigen”, schildert Beginn die zunehmenden Schwierigkeiten, ein „schlagkräftiges Team auf dem deutschen Markt zusammenzukriegen”, so der Manager. „Aber man bekommt nicht immer alle seine Wünsche erfüllt”, zuckt er mit den Achseln.

Auf Zibrat sind die Herzogstädter spätestens aufmerksam geworden, als die Mannschaft im Dezember beim TTS Borsum den Kürzeren zog.

Zudem ist der gewiefte Tischtennis-„Fuchs” darauf aus, eine homogene Truppe zusammenzustellen, mit der Cheftrainer Johannes Dimmig möglichst viel zusammen trainieren kann.

Die Übungseinheiten gehen derzeit noch zum überwiegenden Teil im Düsseldorfer Tischtennis-Leistungszentrum über die Tische, doch dem TTC-Manager ist auch sehr daran gelegen, dass auch die Vorbereitung auf die Spiele zunehmend nach Jülich verlagert wird. So setzt Arnold Beginn große Hoffnungen in das im Bau befindliche Jugendgästehaus, das auch seinem Verein bessere Möglichkeiten bieten soll, zumal die Herzogstadt beim Tischtennis sowieso schon eine Art regionales Jugend-Leistungszentrum darstellt, das weit über die Grenzen hinausstrahlt.

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