Jülich: TTC braucht dringend ein Erfolgserlebnis

Jülich: TTC braucht dringend ein Erfolgserlebnis

Eine gute Nachricht für den TTC Indeland Jülich kam aus dem Krankenhaus: Präsident Michael Küven hat seine OP gut überstanden und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Nach der Reha wird er dem Verein indes erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen.

Unklar ist dagegen noch, wie es dem Tischtennis-Zweitligisten geht, der am Sonntag um 14.30 Uhr in der Nordhalle an der Berliner Straße den TV 1879 Hilpoltstein empfängt. Die Gäste liegen als Fünfter einen Platz und einen Punkt hinter dem TTC, sind aber sehr ausgeglichen besetzt und ein weiterer Prüfstein für den Aufstiegsaspiranten, der bislang weit hinter den Erwartungen geblieben ist.

Festmachen lässt sich das nicht zuletzt an Lauric Jean, der in der Vorsaison mit überragenden Leistungen reif für die Bundesliga schien, momentan jedoch in einem tiefen Tal steckt. „Man sieht ihm die Unsicherheit an“, lautet die Diagnose von TTC-Trainer Miro Broda, der sich zuletzt viel mit seiner Nr. 1 ausgetauscht hat. Unter der Woche hat der Belgier vor allem versucht, mit Konditionstraining körperliche Defizite auszugleichen. „Er braucht dringend ein Erfolgserlebnis“, ist Broda überzeugt, dass dies das beste Rezept ist, damit Jean mental wieder auf den Damm kommt.

Mit Hermann Mühlbach steht im oberen Paarkreuz ein weiterer Spieler, der den Status „Sorgenkind“ trägt. Vielleicht ist es gut, dass die Nr. 2 am Sonntag nicht zur Verfügung steht, da der Luxemburger Nationaltrainer mit seiner Mannschaft unterwegs ist. Ersetzt wird er durch Routinier Peter Sereda, der von drei an Position zwei aufrückt. Der Japaner Yoshihiro Ozawa und der Belgier Martin Allegro bilden erneut das untere Paarkreuz, das zuletzt als fleißigster Punktesammler für den Zweitligisten fungierte.

Beim Blick auf die Bilanzen der Gäste schwant TTC-Manager Arnold Beginn, dass den Indeländern am Sonntag ein weiteres Unentschieden ins Haus steht. Hilpoltstein war im oberen Paarkreuz (12:6) bislang stark, im unteren (7:8) schwächer und bei den Doppeln (6:6) ausgeglichen. Beim TTC schwächelt das obere Paarkreuz (6:13), während das untere (12:6) glänzt. Es wird also wieder auf die Doppel und Lauric Jean ankommen. „Die Mannschaft hat nicht die erwartete Qualität“, würde der Manager sich durch einen Heimsieg allzu gerne vom Gegenteil überzeugen lassen. „Wenn wir nicht gewinnen, brauchen wir über den Aufstieg gar nicht mehr zu reden“, baut der Manager Druck auf, denn er möchte endlich Planungssicherheit haben, wohin die Reise geht.

Vielleicht hilft das heimische Publikum als „fünfter Mann“ dem TTC, einen Erfolg zu landen. Den Fans winken am Sonntag chicke Regenschirme, die Sponsor ETC allen zahlenden Besuchern schenkt.

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