Jülich: TTC-Akteure müssen Sonntag eine harte Nuss knacken

Jülich: TTC-Akteure müssen Sonntag eine harte Nuss knacken

Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich reist am Sonntag zum TTC Frickenhausen, der ebenfalls mit einem Remis (5:5 bei Borussia Dortmund) in die Saison gestartet ist und weitere Parallelen zu den Herzogstädtern aufweist.

So sind die Frickenhäuser, die in der vergangenen Saison noch in der Bundesliga aktiv waren, nach dem Ausstieg ihres Hauptsponsors aus finanziellen Gründen freiwillig in die 2. Bundesliga gewechselt, obwohl sie sich sportlich im Tischtennis-Oberhaus gehalten hätten.

Diesen klugen Schritt hatte der Bundesliga-Methusalem aus der Herzogstadt bereits vor ein paar Jahren vorgemacht.

Wie Jülich schaffte Frickenhausen, das im Gegensatz zu den Gästen eine komplett neu formierte Mannschaft aufbietet, in der Deutschen Pokalmeisterschaft den Einzug ins Achtelfinale. Im Heimspiel gegen den Bundesligisten Post SV Mühlhausen ging der Zweitligist am Mittwoch aber sang- und klanglos ohne Satzgewinn mit 0:3 unter.

Am Sonntag um 15 Uhr sind die Karten in der Sporthalle Auf dem Berg indes wieder neu gemischt. TTC-Trainer Miro Broda, der sich um 8 Uhr in Begleitung von Ewout Oostwouder auf die rund 420 Kilometer weite Reise begibt, hat großen Respekt vor Frickenhausen.

Getrennt reisen Yoshihiro Ozawa von seiner Trainingsgruppe in Bremen per Bahn sowie Hermann Mühlbach und Lauric Jean „im Paket“ von der Belgium Open erst am Spieltag in die Stadt, die zwischen Stuttgart und Reutlingen liegt.

Frickenhausen hatte die letzten Spielzeiten stets starke Spieler aus Japan mit im Kader. Zuletzt wurde der 22-jährige Tadakatsu Ikeda eingesetzt, der dann hinter dem kroatischen Talent Filip Zeljko (18) an Position zwei spielte.

Mit dem Litauer Alfredas Udras (21) hat Frickenhausen einen weiteren jungen Spieler im Kader. In der Hinterhand haben die Gastgeber allerdings noch den starken Japaner Kazuhiro Yoshimura, der die Position 1 übernehmen würde, wenn er eingesetzt wird. So rätselt Broda noch, wer am Sonntag aufgeboten wird.

„Es wird ein sehr schweres Spiel“, dämpft er entsprechend die Erwartungen. Vom Auftaktmatch gegen Hilpoltstein weiß er, dass in der 2. Bundesliga „alles sehr, sehr knapp“ ist und es im Zweifel auf Nuancen ankommt. „Hauptsache, alle sind fit“, hofft er, dass seine Schützlinge die Belgium Open körperlich unbeschadet überstanden haben und vor allem im Kopf klar sind, um sich auf die Partie zu konzentrieren.

Insbesondere hofft Broda, dass „die Doppel stechen“. Jean/Oostwouder und Mühlbach/Ozawa waren in der Vorsaison für viele Punkte gut und brachten ihre Mannschaft häufig schon vorentscheidend in Front. Dagegen musste das Team am Sonntag in der heimischen Nordhalle erleben, dass es mit der Hypothek eines 0:2-Rückstandes in die Einzel ging — das soll diesmal anders werden. „Wenn es optimal läuft, ist mindestens ein Remis drin“, geriert sich Miro Broda gleichwohl als Tiefstapler. Vermutlich möchte er ohne Druck spielen lassen.

(ahw)