Etatentwurf Titz: Trotz Delle im Haushalt nur Erhöhungen nach Plan

Etatentwurf Titz : Trotz Delle im Haushalt nur Erhöhungen nach Plan

Die Besitzer von Wohngrundstücken und landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Gemeinde Titz erwartet ein höherer Steuersatz. Weitere Erhöhungen um die Delle im Haushalt aufzufangen, sind nicht geplant.

Von einer deutlichen Delle nach unten hat der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen (CDU) gesprochen, als er den Etatentwurf der Gemeinde für das Jahr 2020 während der jüngsten Ratssitzung vorgestellt hat. „Aber diese Delle ist erklärbar. Es handelt sich um keinen Wandel in finanziell dunkle Zeiten“, führte Frantzen weiter aus.

Der Entwurf enthält Steuererhöhungen für die Bürger, genauer gesagt für Eigentümer von Wohngrundstücken und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Das ist keine Neuigkeit. Der langfristige Finanzplan sieht vor, die Steuern jährlich um 20 Prozentpunkte anzuheben. Die Grundsteuer A für landwirtschaftliche Flächen steigt also von 2019 auf 2020 wie geplant von 380 aus 400 Prozentpunkte, die Grundsteuer B für Wohngrundstücke von 640 auf 660. Damit liegt Titz im Kreis Düren weiterhin im Mittelfeld. Der Gewerbesteuersatz soll auch 2020 konstant bei 499 Prozentpunkten liegen.

Frantzen erklärte, warum die Verwaltung eine zusätzliche Steuererhöhung trotz Delle nicht für nötig hält. 2020 sei eingebettet in finanziell stabile Jahre. Im Haushaltsabschluss 2019 deute sich bisher ein Überschuss an. „Und die konservativ aufgestellte Planung für 2021 sieht ebenfalls kein allzu hohes Defizit vor. Insofern sehen wir aktuell keinen Anlass, in massive Konsolidierungsdiskussionen einzusteigen“, führte Frantzen weiter aus.

Die Delle 2020 entstehe laut ihm aufgrund von einmaligen Gewerbesteuereinnahmen in den Vorjahren. Das sorge dafür, dass die sogenannten Schlüsselzuweisungen vom Land im Folgejahr geringer ausfallen und die Kommune mehr Abgaben leisten muss. Zudem erwartet Titz für 2020 weniger Gewerbesteuereinnahmen und höhere Kosten für die Unterbringung von Asylbewerbern. Dieses „ausschließlich extern verursachte Haushaltsproblem“ summiere sich laut Frantzen auf rund 1,43 Millionen Euro.

(jan)
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