Jülich: Traum vom Pokalgewinn geplatzt: TTC Indeland ist raus

Jülich: Traum vom Pokalgewinn geplatzt: TTC Indeland ist raus

Es hat nicht sollen sein. Der Traum vom Einzug in die Final Four um den deutschen Tischtennis-Pokal ist ausgeträumt. Im Viertelfinale verlor der TTC Indelande Jülich gegen den Erstligisten TTF Liebherr Ochsenhausen glatt mit 0:3.

Der Bundesligist aus Schwaben war bis auf den Franzosen Simon Gauzy in voller Besetzung angereist. Der Sieg der Jülicher über den Ligakonkurrenten Mühlhausen hatte die Gäste gewarnt. Die hatten einen Tag in Jülich zum Training genutzt und waren dementsprechend motiviert.

Und dennoch lag bereits im ersten Spiel eine kleine Sensation in der Luft, als Martin Allegro gegen den Brasilianer Hugo Calderano den ersten Satz 11:5 gewann und im zweiten 6:2 führte. Ausgerechnet in dieser Situation bewiesen jedoch die Schiedsrichter wenig Einfühlungsvermögen, denn sie erkannten einen Aufschlag von Allegro nicht an und zwangen ihn, seine Technik zu ändern. Als Folge verlor der Jülicher seinen Spielrhythmus und auch den zweiten und dann dritten Satz 6:11 und 7:11.

Chancenlos

Bei der zweiten Paarung verschätzte sich Trainer Miroslav Broda ein wenig, denn eigentlich sollte Tobias Rasmussen gegen den bärenstarken Abwehrspezialisten Yuto Maramatsu antreten, dem eine kleine Chance eingeräumt wurde. Doch Brian Afanador erwischte die Auslosung, und damit den sicheren Untergang (3:11, 8:11, 5:11). „Alle Spieler haben sehr gut gekämpft, aber Brian hatte keine Chance gegen den 42. der Weltrangliste“, nahm Broda seinen Spieler in Schutz.

Mit dem Druck eines 0:2-Rückstandes und der drohenden Aussicht auf die Niederlage begann Aliaksandr Khanin sein Spiel gegen Joao Geraldo, immerhin auch noch 75. der Weltrangliste. Konnte der Jülicher den ersten Satz noch 11:5 für sich entscheiden, verlor er den zweiten glatt mit 6:11. Der dritte Satz endete knapp 12:10 für Geraldo, Khanin verlor dann aber auch den entscheidenden vierten Satz 8:11.

„Im Training sah man kaum einen Unterschied zwischen beiden Mannschaften, sehr wohl aber im Spiel“, beschrieb TTC Indeland Jülichs Präsident Mike Küven die Verhältnisse in der Nordhalle. Die Leistungsstärke hatte den Ausschlag gegeben, der TTC Indeland Jülich aber sehr wohl bewiesen, dass auch die Zweitligisten immer für Überraschungen gut sein können.

(tm)