Fußball-Bezirksliga : Trainer Ronig von Welldorf-Güsten schimpft über Bollwerkfußball von Weilerswist

Fußball-Bezirksliga : Trainer Ronig von Welldorf-Güsten schimpft über Bollwerkfußball von Weilerswist

Auch im dritten Spiel der Saison blieben die Grün-Weißen aus Welldorf-Güsten ungeschlagen. Beim Aufsteiger SSV Weilerswist holte man ein torloses Remis. Über das sich Trainer Winni Ronig allerdings nicht erfreut zeigte. Wie auch sein Trainerkollege aus Lich-Steinstraß. Denn die Germania musste sich mit 1:2 gegen Kerpen geschlagen geben. Zum Frust von Trainer Daniel Schmitz.

Germania Lich-Steinstraß: „Ich bin unglaublich frustiert“, bekannte Schmitz nach der bitteren Pille eines 1:2 gegen Kerpen. Umso mehr als seine Akteure die ersten 20 Minuten klar den Ton angaben. „Aber wenn du einfach das Tor nicht machst, dann erweckst du den Gegner wieder zum Leben.“ Und Leben war in den Kerpenern, sogar nachdem die längst fällige Führung durch Sven Weber geschafft war.

Die kämpften weiter und schafften mit Taylan Cakmak zwei Tore. „Da haben drei zugeschaut und abgewartet“, ärgerte sich Schmitz. Der Trainer sprach seinen Spielern durchaus Kampfeswille zu, aber er zog auch eine Schlussfolgerung. „Vielleicht müssen wir einsehen, dass die Erwartungen einfach zu hoch sind und wir doch nicht so gut sind, wie wir uns das einreden.“ (tm)

Grün-Weiß Welldorf-Güsten: „Nein, ich bin nicht zufrieden“, bekannte Trainer Winni Ronig nach dem Abpfiff. Er regte sich über die destruktive Spielweise des Aufsteigers auf. „Eine Fünfer-Abwehrkette, davor eine Vierer-Abwehrreihe, ein Mann im Angriff. Das ist für mich kein Fußball.“

So fanden denn die 90 Spielminuten ausschließlich in der Hälfte des SSV statt. „Wenn sich immer 20 Mann auf den Füßen stehen, dann kann kein vernünftiges Spiel aufkommen.“ So rannte der Gast permanent gegen das Bollwerk an, aber er fand keine Lücke, um auch nur ansatzweise zum Torschuss zu kommen. Dies passierte in der ersten Hälfte in der 35. Minute. da startete Alexander Engels einen Alleingang, aber er scheiterte an Keeper Kevin Weiler. „Und die zweite Möglichkeit hatten wir dann in der 83. Minute durch Ariel Skonieczka“, hatte Ronig die zwei Chancen im Kopf. Er brauchte keinen Spickzettel, denn die Chance der Gastgeber (60.), in der sein Torhüter Jona Reisky mit Fußabwehr nach einem Schuss von Dominik Hochgürtel klären konnte, war ihm ebenso präsent.

Eine vierte nennenswerte „Szene“ (62.) im gesamten Spiel wurde von Schiedsrichter Christian Müller bestimmt. „Da hat er ein Tor des SSV zu Recht nicht anerkannt. Der Schütze stand drei Meter im Abseits.“ Fazit von Ronig. „Am Ende des Tages müssen wir uns mit dem Punkt zufrieden geben.“ Den einen Zähler feierte der Aufsteiger ausgiebig. Denn es war der erste Saisonpunkt, womit der SSV Weilerswist die rote Laterne an den TuS aus Mechernich abgab. Im nächsten Heimspiel am Wochenende begrüßt Welldorf-Güsten den Gast aus Winden.

(hfs.)
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