Jülich/Baesweiler: Tragischer Unfalltod eines Radlers gibt Rätsel auf

Jülich/Baesweiler: Tragischer Unfalltod eines Radlers gibt Rätsel auf

Der Unfalltod eines Radfahrers am vorvergangenen Wochenende beschäftigt die Polizei weiterhin. Ein 45 Jahre alter Radfahrer aus Baesweiler war am Morgen des 23. Novembers auf der Bundesstraße 55 zwischen Mersch und Welldorf frontal vom Auto eines 38 Jahre alten Belgiers erfasst worden, und er starb noch am Unfallort.

„Die Ursache dafür, warum der Autofahrer auf die Gegenfahrspur geraten war, steht nach wie vor nicht fest“, sagte Polizeisprecher Ralf Meurer. Und das, obwohl die Polizei in diesem Fall ausführlich ermittelt.

Der hauptsächliche Grund für das Fehlen wichtiger Hinweise: Der 38-Jährige habe bisher keine weiterführenden Aussagen getätigt und macht von seinem Recht Gebrauch, sich von einem Anwalt vertreten zu lassen. Deswegen hat die Polizei bisher nur im Ausschlussverfahren Informationen sammeln können. Von seinem Mobiltelefon war der Autofahrer nach Ermittlungen der Polizei nicht abgelenkt.

Die Auswertung der Mobiltelefondaten habe laut Meurer keine solchen Hinweise geliefert. Die Ergebnisse von zwei weiteren wichtigen Ermittlungen stehen noch aus. Als die Polizei direkt nach dem Unfall Spuren sicherte, war auch gleich ein Sachverständiger vor Ort. „Solche Gutachten dauern lange. Die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor“, sagte Meurer.

Blut-Gutachten

Selbiges gilt für die Blutuntersuchung. Zwar hatte die Polizei am Unfalltag nach einer ersten Untersuchung erklärt, dass Alkohol- oder Drogeneinfluss als Ursache für den Fahrfehler ausgeschlossen werden könnte. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft ein Blut-Gutachten angeordnet. „Auch das kann mehrere Wochen dauern“, sagte Meurer, dass Ergebnisse noch ausstehen. Kenntnisse, dass der 38-Jährige zu schnell unterwegs gewesen sein könnte, liegen der Polizei ebenfalls nicht vor. Der tragische Unfall gibt Rätsel auf.

(jan)