Jülich: Traditionelles Prominentenschießen im schützeneigenen Schießstand

Jülich : Traditionelles Prominentenschießen im schützeneigenen Schießstand

Vieles ist neu bei der St. Rochus-Schützenbruderschaft Jülich seit ihrer Neuaufstellung im Februar, einiges ist geblieben. Zu den bewährten Traditionen zählt das Prominentenschießen im schützeneigenen Schießstand im Kulturbahnhof, eine Woche vor dem Schützenfest.

Insgesamt legten 15 Mannschaften und 42 Einzelschützen im fünfstündigen Spaßwettbewerb ihr Luftgewehr an sieben Schießständen an. Unter Aufsicht der Schießmeister feuerten sie jeweils zwei Schuss auf eine klassische Wertungsscheibe, eine mit Doppel- und Dreifachwertung und zwei Spaßkarten mit Zusatz- und Minuspunkten in zehn Metern Distanz.

Während es für die Wettbewerber hieß, Gewehr einstellen, laden, atmen und zielen, tauschten sich die Gäste aus Vereinen, Institutionen und Politik, die in Jülich Rang und Namen haben, eine Etage höher bei Bier, Knabbereien und kleinem Imbiss aus. Brudermeister, bislang ohne Stellvertreter, ist Werner Lüttgen. Er war lange Jahre Helmut Vonderbanks Vize, bevor er aus beruflichen Gründen von der Vorstandsarbeit Abstand nahm. Als nun der gesamte geschäftsführende Vorstand nicht mehr kandidierte, gab Lüttgen den innigen Bitten seiner Schützenbrüder im 199. Jahr des Vereinsbestehens nach und nahm den Posten an.

„Ich bin schon aufgeregt wegen der anstehenden Verantwortung als Manager. Das ist was anderes, als Stellvertreter zu sein“, betonte er. Einen Königsvogelschuss gab es im laufenden Jahr nicht, dafür steht aber das Schützenfest mit den Vorjahresmajestäten in etwas reduziertem Format an.

So startet am Samstag, 8. September, der Festzug am Nikolaus-Grill in der Münstereifeler Straße. Station des Festzuges ist traditionell das Altenheim St. Hildegard. Gefeiert wird im Anschluss in der Wagenbauhalle der KG „Rurblümchen“.

Aus organisatorischen Gründen findet die Heilige Messe erst am Sonntag 9. September, um 9.30 Uhr in St. Rochus statt. Sie wurde extra für die Schützenbruderschaft im Messplan der Pfarrei Heilig Geist um eine Woche vorverlegt. Anschließend wird der Kranz am Gedenkstein niedergelegt. Der Frühschoppen in der Wagenbauhalle mit Mitgliederehrung und Auszeichnung der Sieger des Prominentenschießens schließt sich um 11 Uhr an.

Ein Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung am 17. September im Pfarrheim St. Rochus ist eine umfangreiche Änderung der fast 30 Jahre alten Satzung. Sie wächst von neun auf stolze 22 Seiten. Sprengt die Tagesordnung den zeitlichen Rahmen, findet vier Wochen später eine neue Versammlung statt.

(ptj)