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Jülich: Tödliches Beziehungsdrama: Ehemann schuldunfähig?

Jülich : Tödliches Beziehungsdrama: Ehemann schuldunfähig?

Eine 32-jährige Frau ist kurz vor Mitternacht zu Mittwoch im Jülicher Stadtteil Heckfeld von ihrem Ehemann getötet worden. Offenbar in Folge eines Beziehungsstreites stach der Mann mit einem Messer auf die Frau ein. Der 37-Jährige wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen und befindet sich in psychiatrischer Behandlung.

Wie Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, sei der Tat eine Auseinandersetzung der Eheleute vorausgegangen. Der Mann habe die Polizei in der Nacht selbst verständigt und die Tat eingeräumt. Er sei nach derzeitigen Erkenntnissen psychisch krank und in eine geschlossene Abteilung eingewiesen worden.

Die Bluttat ereignete sich in einer Wohnung im zweiten Stockwerk dieses Mehrfamilienhauses. Foto: nonstopnews

Die Polizeibeamten haben den Mann in einem Sanitärraum verschanzt und verletzt vorgefunden. Er hatte nach der Tat versucht, sich das Leben zu nehmen.

Der 37-Jährige wurde daraufhin in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Jülicher die Tat im Zustand verminderter Schuldfähigkeit oder gar Schuldunfähigkeit aufgrund einer psychischen Störung begangen habe, so die Staatsanwaltschaft. Er sei vorher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Eine Gutachterin ist mit der Untersuchung beauftragt.

Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde am Mittwoch ein Unterbringungs- und kein Haftbefehl verkündet, so Jost Schützeberg. Der Mann wird also in psychiatrische Obhut übergeben.

In der Wohnung des Mehrfamilienhauses in der Christinastraße im Süden der Stadt haben sich zur Tatzeit auch zwei Kinder befunden, die das Geschehen miterlebt haben müssen.

Vergeblicher Einsatz: Ein herbeigerufener Notarzt konnte nichts mehr für die 32-Jährige tun. Foto: nonstopnews

Eine Mordkommission ist eingerichtet worden und ermittelt die Hintergründe des Dramas.

(-vpu-)