Titz: Titzer Gemeindekindergarten ist kurz nach Erweiterung wieder zu klein

Titz : Titzer Gemeindekindergarten ist kurz nach Erweiterung wieder zu klein

Gerade erweitert — und schon wieder zu klein: Das gilt für den Titzer Gemeindekindergarten Zauberwelt, in dem erst im Sommer 2017 durch einen Erweiterungsbau Platz für 100 Kinder geschaffen wurde. Die Einrichtung ist komplett voll, hier werden aktuell 76 Mädchen und Jungen über drei Jahren (Ü3) und 24 jüngere (U3) betreut.

Der Gemeindeverwaltung liegen aber bereits 123 Anmeldungen auf einen Platz im neuen Kindergartenjahr ab Sommer 2018 vor. Darüber wurde am Dienstagabend der Ausschuss für Jugend, Kultur, Soziales, Schule und Sport unterrichtet.

Und auch in den Folgejahren sei mit Anmeldezahlen zu rechnen, die über die vorhandenen Kapazitäten hinausgehen, sagten Fachbereichsleiter Michael Müller und Bürgermeister Jürgen Frantzen.

Auch die katholische Kirchengemeinde als weiterer Kita-Träger in der Gemeinde hat eine Warteliste, die 18 Kinder umfasse, sagte Müller. Die Verantwortlichen hätten erfreulicherweise erklärt, dass sie sich zunächst kurzfristig (im Sommer 2018) in ihrer Einrichtung in Titz und perspektivisch auch in Rödingen Anbauten vorstellen könnten.

Hier ist es entscheidend, ob der Kreis Düren als Jugendhilfeträger den Bedarf feststellt, damit die Finanzierung des Vorhabens gesichert werden kann. Damit sei aber in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses in Düren am 6. März zu rechnen. „Damit würde erst einmal Entlastung geschaffen“, sagte Michael Müller.

Überhangplätze schaffen

Außerdem sei es in Gesprächen mit dem Kreisjugendamt gelungen, im Kindergarten Zauberwelt einige Überhangplätze zu schaffen: sechs an der Zahl. Der Rat der Tageseinrichtung hat als Aufnahmekriterium in den Bereichen Ü3 und U3 das Lebensalter festgelegt und in beiden Gruppen Ausnahmen für Geschwisterkinder beschlossen. Das bedeutet: Von den 123 Anmeldungen übersteigen 23 die Kapazitäten. Elf der 23 Kinder gehören zum U2-Bereich und wurden laut Michael Müller herausgerechnet, so dass zwölf unversorgte übrig bleiben. Sechs Mädchen und Jungen erhalten einen der Überhangplätze. „Damit haben wir das Problem nicht komplett gelöst, aber weitestgehend entschärft“, erklärte Bürgermeister Jürgen Frantzen. Es ergebe sich durch die Ausweisung neuer Baugebiete und eine steigende Geburtenrate wachsender Bedarf.

Er erklärte im Ausschuss, dass in Titz nun eine Diskussion notwendig sei, die der Frage nachgehe „Wie und von wem werden Kitas in Titz betrieben?“. Weil andere Kommunen inzwischen Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des Kreises errichten ließen und der „Kindergartenpool“ aufgelöst werde, bedeute das für Gemeinden mit Kitas in eigener Trägerschaft, dass sie über die Jugendamtsumlage unter Umständen doppelt zur Kasse gebeten werden. Daher will die Titzer Verwaltung nach Abstimmung mit anderen Trägern und dem Kreis ein Konzept vorlegen und zur Diskussion stellen.

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