Ratsvertreter in Jülich beschließen neue Mobilitätsstationen

Jülicher Land : Neue Mobilitätsstationen für das Jülicher Land beschlossen

Sie sollen Knotenpunkte für den öffentlichen Nahverkehr sein. Neben Wartehäuschen soll es an den Stationen Fahrradboxen geben. Drei Standorte sind dafür vorgesehen.

Manche Diskussionen dauern auch mal länger. Kreisweit werden im Rahmen des neuen Nahverkehrsplanes in den Kommunen an Bushaltestellen sogenannte Mobilstationen eingerichtet.

Sie sollen im Idealfall den Umstieg auf den Bus erleichtern. Mehrere Verkehrsmittel zu verknüpfen ist dabei das Stichwort, gerade auch mit Blick auf die neuen Schnellbuslinien. Zur Standardausrüstung dieser Mobilstationen gehören ein wetterfestes Wartehäuschen, Abstellplätze für Fahrräder und an einigen Standorten auch Fahrradboxen, in denen Räder und E-Bikes sicher aufbewahrt werden können. Die Boxen können zudem mit geringem Aufwand zu Ladestationen erweitert werden. Finanziert werden diese Mobilstationen zu 90 Prozent mit einem Förderprogramm der Nahverkehr Rheinland GmbH, die Kommunen zahlen zehn Prozent der Kosten. Die entsprechenden Förderanträge wurden zentral vom Kreis Düren bearbeitet.

Nachdem die Politik in Aldenhoven bereits Ende Mai neue Mobilstationen an vier Standorten abgenickt hatte und 2020 eine weitere auf eigene Kosten realisieren möchte, folgten inzwischen auch entsprechende Beschlüsse in weiteren Kommunen. In Jülich sind an drei Standorten Mobilstationen geplant: am Bahnhof, dem Solar-Campus und in Mersch am Driesch. In Titz steht eine Entscheidung über fünf mögliche Standorte noch aus. Gewohnt ausufernd erfolgte die Diskussion im Indener Rat. Vorgesehen sind hier Standorte unmittelbar am Rathaus, in Schophoven und Frenz. Eine Stunde lang diskutierten die Ratsvertreter, kritisierten die Auswahl der Standorte, die Ausstattung, bezweifelten den Bedarf und vermissten gleichzeitig passende  Car-Sharing-Angebote.

Immerhin: Nach einer Stunde eifriger Diskussion wurde der Vorschlag unverändert einstimmig akzeptiert.

(bugi)
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