Primusschule in Titz: Aufnahme bis 2024

Eine von fünf Primusschulen in NRW : „Schulversuch läuft regulär weiter“

Für einige Aufregung im Rathaus der Gemeinde Titz hatten unlängst Meldungen gesorgt, wonach das NRW-Schulministerium vorzeitig beschlossen habe, den mit dem Schuljahr 2014/15 gestarteten und auf zunächst zehn Jahre angelegten Schulversuch Primus-Schule auslaufen zu lassen.

Bekanntlich beherbergt die Landgemeinde eine der insgesamt fünf Primusschulen in NRW, in der Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 gemeinsam unterrichtet werden; ein Schulwechsel nach Klasse 4 entfällt. Zudem wird der Versuch mit dieser neuartigen Bildungseinrichtung wissenschaftlich begleitet.

„Der Schulversuch läuft regulär weiter“, verweist Michael Müller, als Fachbereichsleiter in der Titzer Gemeindeverwaltung unter anderem für Schulen zuständig, Meldungen über ein vorzeitiges Auslaufen des Schulversuchs ins Reich der Fabel. Müller bezieht sich dabei auf ein Schreiben von Staatssekretär Mathias Richter aus dem NRW-Schulministerium, der klargestellt habe, dass über das Auslaufen oder eine Verlängerung des Schulversuchs nicht das Ministerium entscheidet, sondern der Düsseldorfer Landtag, da dazu das Schulgesetz geändert werden müsse.

Somit ändere sich bei den Primusschulen bis 2024 nichts, da sie bis dahin genehmigt sind. Rechtzeitig vorher werde der Landtag entscheiden, ob und wie es mit der Primus-Schule weitergeht. Dazu sei allerdings noch keine Entscheidung getroffen worden. Somit wird die Primus-Schule in Titz mindestens bis 2024 Erstklässler aufnehmen, die dann bis zur zehnten Klasse in der Landgemeinde beschult werden.

Als einzig übrig gebliebene Bildungseinrichtung hat die Primus-Schule Titz der Gemeinde eine große Anziehungskraft gebracht, die der Jülicher Schulentwicklungsplaner als „umgekehrten Titz-Effekt“ umschreibt.

(ahw)