Neue Matschanlage im Kindergarten "Zauberwelt"

Neue Matschanlage im Kindergarten „Zauberwelt” : Hier darf es ruhig mal dreckig werden

Im Titzer Kindergarten „Zauberwelt“ ist die neue Matschanlage fertiggestellt worden. Viele Hände waren an deren Realisierung beteiligt

Die größten Highlights für Kinder, nämlich „Dreck, Matsch, Wasser und Sand sind in einem Element zusammengefasst“. So formulierte der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen (CDU) seine Freude über die neue Wassermatschanlage im Familienzentrum „Zauberwelt“.

Zu verdanken ist ihre Beschaffung und Errichtung dem Innogy Sozialprojekt „Aktiv vor Ort“. Das Energieunternehmen unterstützt das soziale und tatkräftige Engagement seiner Mitarbeiter in ihren Heimatgemeinden jeweils mit bis zu 2000 Euro, und zwar in den Bereichen Bildung und Erziehung, Gesundheit und Soziales, Kultur, Naturschutz und Sport sowie bei Hilfs- und Rettungsdiensten.

Innogy-Kommunalbetreuer Walfried Heinen zeigte sich schon vor drei Jahren bei der Überreichung des Klimaschutzpreises an Gerta Cremers, Leiterin der „Zauberwelt“ von der Einrichtung begeistert und initiierte jetzt gemeinsam mit Sarah Thießen die Beschaffung und Errichtung der neuen Anlage. Das Unternehmen zahlte die neue Hand-Saug-Druck-Pumpe und baute gemeinsam mit Bauhof der Gemeinde, Eltern, Förderverein und Erzieherinnen die Wasserführungsrinnen auf und reparierte defekte Laufwannen. Der Müntzer Tischler Ulrich Goebbels fertigte das Holzgerüst.

Die Wassermatschanlage wird durch zwei Kaskaden erweitert, die bereits bestellt sind. Bei Lieferungen von Kinderspielgeräten müssen zurzeit anscheinend generell längere Wartezeiten einkalkuliert werden. „Gut Ding will eben Weile haben“, wie Heinen augenzwinkernd herausstellte.

Insgesamt beläuft sich die Investition für die Anlage auf rund 6500 Euro. Finanziell beteiligten sich Förderverein, Elternrat und der Bauhof unter Federführung von Peter Luksch. Die Arbeitsstunden und den Einsatz der Maschinen im Wert von rund 2000 Euro und das Material von etwa 300 Euro zahlt die Gemeinde.

Für den gemeindlichen Arbeitseinsatz zeigte sich Gerta Cremers besonders dankbar, denn: „Allein in Elternarbeit, ohne die professionellen Kräfte des Bauhofes, wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen“.

Begeisterung


Zurzeit besuchen 107 Kinder, aufgeteilt in fünf Gruppen, den Gemeindekindergarten „Zauberwelt“. Alle Interessengruppen zeigten sich begeistert von der neuen Investition. Wie groß ihr Zusammenhalt ist, war an der Anwesenheit der Eltern bei der offiziellen Einweihung erkennbar.

Nettes Detail am Rande: Fast alle anwesenden jüngeren Frauen waren „Mütter mit Kindern von plus drei Monaten bis minus sechs Wochen“, wie Bürgermeister Frantzen freudig bemerkte.

(ptj)
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