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Zum Weltfrauentag: LVR-Kulturhaus erinnert an Ellen Eliel-Wallach

Zum Weltfrauentag : LVR-Kulturhaus erinnert an Ellen Eliel-Wallach

Am 8. März lädt das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen zu einer Veranstaltung über die 2019 gestorbene Ellen Eliel-Wallach ein. Die Erinnerung an den Holocaust und ein Einblick in das jüdische Leben stehen im Mittelpunkt.

Ellen Eliel-Wallach war eines immer besonders wichtig: Dass man Kindern und Jugendlichen die Geschichte des Holocausts erzählt und ihnen vermittelt, wohin es führt, wenn Menschen ausgegrenzt und entrechtet werden, nur weil sie jüdisch sind.

2009 war die Urenkelin des Rödinger Synagogenerbauers Isaak Ullmann Ehrengast bei der Eröffnung des LVR-Kulturhauses Landsynagoge Rödingen. Mit der Veranstaltung am Weltfrauentag am 8. März wird an das Leben von Ellen Eliel-Wallach erinnert, die am 3. September 2019 im Alter von 91 Jahren in Amsterdam gestorben war. Die Tochter Dr. med. Miriam Eliel, der Sohn Prof. Dr. Eric Eliel und weitere Angehörige werden dafür extra nach Rödingen anreisen und ab 15 Uhr über ihre Mutter sprechen.

Der Familie von Ellen Eliel-Wallach wurde durch die Deutschen unendlich viel Leid zugefügt. Umso dankbarer ist die Leiterin des LVR-Kulturhauses Monika Grübel, dass die Angehörigen über das Schicksal der Familie berichten wollen. Es sind viele bedrückende und belastende Erinnerungen: die Flucht in die Niederlande, die Deportation in verschiedene Lager seit Dezember 1942, der gewaltsame Tod der Großtante Sibilla Ullmann, die Ermordung des Vaters Richard Wallach in Auschwitz und der Neubeginn in Amsterdam nach 1945.

„Ich hoffe, dass viele Schulkinder hierher kommen, sich das Haus und die Synagoge ansehen und den Jugendlichen erklärt wird, wie Juden auf dem Land gelebt haben. Es soll ein Ort der Besinnung und Erinnerung sein“ wünschte sich Ellen Eliel-Wallach bei der Eröffnung des LVR-Kulturhauses 2009. Durch die Geschichte der Familie Ullmann, einen Bild-Vortrag und ein moderiertes Gespräch mit der Familie erhalten die Besucher Einblicke in „Jüdisches Leben im Rheinland“ vom 18. Jahrhundert bis heute.